„Oh ja!“, krähte Viktoria.
„Und was ist mit dir?“, fragte Alfons seinen Sohn.
„Meinetwegen!“, kam es brummelnd zurück.
Damit war der Pakt geschlossen!
-*-
Eine Woche später tuckerte sie mit dem Kleintransporter, den sie sich gemietet hatte, vor die Terrasse, die zu ihrer kleinen Wohnung führte.
Viktoria kam sofort raus gelaufen und begrüßte sie überschwänglich, indem sie sie umarmte.
„Papa hat dir Blumen in dein Zimmer gestellt!“, erzählte sie ganz aufgeregt.
Sogar Hannes half mit beim Ausladen, wobei seine Begrüßung etwas verhalten war, aber er war deutlich erfreut sie zu sehen.
Von den Kindern erfuhr sie, dass ihr Vater noch mal kurz zu einem Kunden musste, aber in zwei Stunden zurück sein würde.
Als Alfons dann endlich zurück kam, hätte Rosi ihn fast nicht erkannt. Plötzlich stand er in der Tür ihres Zimmers. Rosi hatte ihn noch gar nicht gesehen, weil sie mit dem Einsortieren ihrer Kleidung beschäftigt war. Erst als er sich mit einem Hüsteln bemerkbar machte, schaute sie zur Tür. Er hatte sich total verändert, war beim Friseur gewesen und hatte seinen Bart und auch das Kopfhaar schneiden lassen.
Sein Anblick raubte Rosi für einen kurzen Moment den Atem und auch ihr Herz stolperte etwas.
Alfons hatte ihre Sprachlosigkeit bemerkt, als er lächelnd auf sie zukam sagte er verschmitzt: „Und schon wieder weiche Knie bekommen? Guten Morgen Rosi, schön, dass sie endlich wieder da sind, die Kinder haben sehr ihr Frühstück vermisst! Und ich habe dich auch vermisst!“ Dabei trat er auf sie zu, legte beide Hände auf ihre Oberarme und gab ihr links und rechts ein Begrüßungsküsschen auf die Wangen.
Als er sie wieder los ließ und einen Schritt zurück trat, musste sie erst mal Luft holen. Doch dann nahm sie allen Mut zusammen und sagte: „Ich habe dich auch vermisst und die Kinder natürlich! Sie haben mir sehr geholfen. Du siehst gut aus mit deinen kurzen Haaren, etwas ungewohnt, aber sehr gut!“
schreibt Fritz850