Rosi und der Witwer

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Rosi und der Witwer

Rosi und der Witwer

Sven Solge

„Mit Hannes werden sie wahrscheinlich mehr Probleme haben, er ist nicht so leicht zu knacken. Er leidet sehr unter dem Verlust seiner Mutter, weil er es hautnah mitbekommen hat!“ Er schaute sie gerade an, als sie das große Messer in der Hand hielt. Verlegen senkte sie ihre Hand und blickte in seine dunklen, aber warmen Augen. Gefühle überschwemmten sie, sodass sie sich abwenden musste. Mit fahrigen Fingen zerteilte sie den Kuchen und legte auf jeden Teller, den der Hausherr hingestellt hatte, ein Stück.

In dem Moment kam Viktoria mit ihrem Bruder in die Küche. Das heißt Viktoria schob ihren Bruder vor sich her und dirigierte ihn direkt vor Rosi: „Das ist Rosi, sie ist sehr nett! Sag Rosi guten Tag!“, forderte sie ihren Bruder auf.

„Lass Hannes selber entscheiden was er möchte.“, sein Vater erlöste ihn von dem Zwang.

„Kommt setzt euch, Frau Klammer war so freundlich uns selbstgebackenen Kuchen mitzubringen.“

„Ich habe keinen Hunger!“, kam es trotzig von Hannes, setzte sich aber auf den nächsten freien Stuhl.

„Ok, du musst ja nicht essen. Sei aber bitte so nett und begrüße unseren Gast.“

Widerwillig erhob er sich, reichte Rosi die Hand, schaute dabei aber demonstrativ zu seiner Schwester.

Rosi verstand ihn nur zu gut. Konnte sie sich doch noch an ihre eigene, strenge Mutter erinnern. „Guten Tag Hannes, ich freue mich dich kennen zu lernen!“

„Guten Tag!“, brummelte Hannes und entzog ihr heftig die Hand. Dann setzte er sich wieder an den Tisch. Während alle den leckeren Kuchen aßen und voll des Lobes für Rosis Backkünste waren, stocherte Hannes im Kuchen herum.

Das Gespräch mit Herrn von Grachenstein, drehte sich ausschließlich um die Aufgaben, die sie zu bewältigen hätte, wenn sie zu einer Einigung kommen würden. Aufmerksam von Viktoria verfolgt.

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schreibt Fritz850

Eine sehr schöne Geschichte. Das ist so schön und gefühlvoll aber auch unterhaltsam erzählt, die schreit ja förmlich nach einer Fortsetzung.

Gedichte auf den Leib geschrieben