„Der Pfarrer schickt mich, ...ich bin seine neue Magd. Es gibt da eine Terminverschiebung in der „Mädchenhandelssache“, die keinen Aufschub duldet“...
...„Und woher weiß ich, dass du wirklich die neue Kirchendienerin bist? Du bist ja völlig vermummt. Du könntest auch irgend ein verkleideter Strauchdieb sein. Auch der böse Wolf soll ja der Tage in der Gegend wieder sein Unwesen treiben. Kannst du dich ausweisen Alte?“
„Es geht um Rotkerbchen, euer lästiges Enkelkind. Die Kutsche des Klosters ist früher gekommen. Sie wollen noch irgend so ein lohnendes Fürstentöchterlein mitnehmen, das sich mit einem Bürgerlichen eingelassen hat. Und wo sie gerade einmal in der Gegend sind..., aber warte, hier habe ich auch ein Dokument.“
Knisternd glitt ein Bogen frischen Pergaments unter dem Türschlitz hindurch, dass das Siegel der örtlichen Pfarre trug. Jener wächserner Klecks, zerstreute natürlich jeden bangen Zweifel...
...Der böse Wolf, war in der Tat ein Mann des meuchelnden Fachs. Er hatte nicht nur die berühmte Kreide gefressen, die schon den sieben Geißlein zum Verhängnis geworden war. Nein, bei einem kleinen "Imbiss" im Pfarrhaus, hatte er sich auch gleich mit der passenden Ausstattung versorgt.
Der Riegel glitt träge quietschend zurück... die Tür sprang auf... und der Rest war ein Kinderspiel...
...„Aber Pfarrdienerin, was hast du denn für große Augen?“ wimmerte die böse Großmutter, als sie ihren verhängnisvollen Fehler erkannt hatte.
„Ein bisschen Vorspiel muss sein“, ...dachte sich der böse Wolf. Er antwortete der Etikette genügend:
...„Damit ich dich besser sehen kann!“
„Aber Parrdienerin, was hast du denn so viele Haare auf der Brust?“ ...krächzte die Alte, um Zeit zu gewinnen.
„Solltest du gar ein verkleideter Lustmolch sein? Da will ich mir noch rasch was hübsches überziehen“...
„Frag endlich nach meinen Zähnen, ich habe nicht ewig Zeit!“ ...knurrte der böse Wolf, ...und antwortete auch sogleich mit dem berühmten Satz...
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