Andere Mädchen hätten vor Schreck gewiss jetzt unter sich gemacht. Rotkerbchen spürte zwar ein gewisses Prickeln im Schritt und es wurde auch etwas feucht zwischen ihren knackigen Oberschenkeln, doch das hatte nichts mit Furcht zu tun. Vor wilden Tieren jedenfalls, hatte unsere wohlgestaltete Heldin wenig Angst. Denn schließlich hatte sie mit Wölfen immer nur die besten Erfahrungen gemacht. Bei denen ließ es sich sogar herrlich überwintern.
„Bitte, bitte, tu mir nichts.“ ...jammerte der zusammengekauerte Wolf da plötzlich zu ihrem Erstaunen.
Er geriet völlig aus der Fassung, als Rotkerbchen sich niederkniete, ...und das feuerrote Ungeheuer zwischen ihren Schenkeln zu lächeln begann. So etwas war ihr ja noch nie untergekommen.
Bisher hatte sich noch Jeder gefreut, den ihr süßes „Flunschmäulchen“ derart freundlich angegrinst hatte. Und dass es so feucht von den Lippen schimmerte, hatte gewiss nichts mit raubtierhafter Fresslust zu tun. Auch wenn ihr juckendes Kerbchen oft sehr gefräßig war. Doch was es verschlang, gab es in der Regel auch meist wieder frei. Und nicht selten verlangte es danach, erneut verschlungen zu werden.
Doch dieser Wolf schien vollkommen traumatisiert. Erst als sie die Schenkel schloss, beruhigte er sich etwas. Schließlich begann er mit zitternder Stimme zu erzählen, was ihm Schreckliches widerfahren war.
Erst als unsere Heldin ihm das zerzauste Fell kraulte, legte sich auch sein erbärmliches Schluchzen.
Heulende Wölfe waren im Märchenwald keine Seltenheit. Doch dass ihnen die Tränen dabei liefen, hatte Rotkerbchen noch nie zuvor gesehen.
*
DIE RACHE DER SIEBEN GEILLEIN
„Es ist eine sehr alte Geschichte“, ...begann der Wolf traurig.
„Ein Vorfahr aus meiner Sippe, hatte einmal, schon vor ewigen Zeiten, ein paar kleine Geißlein aus der Nachbarschaft vernascht.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.