Die sieben Geillein wuchteten unseren jammernden Wolf unsanft auf die Streckbank. Dann erlebte unser armer Held die längsten Stunden seines Lebens.
Es waren Stunden unsäglicher Pein. Man wollte es kaum glauben, zu welch perversen Spielen die sieben, so unschuldig dreinschauenden Geillein doch fähig waren.
Stundenlang kitzelten sie dem hilflosen Opfer mit Gänsefedern die Fußsohlen, ...um nur die harmloseste, der brutalen Torturen zu benennen. Eines nach dem Anderen, musste er die sieben Geillein anschließend nach allen Regeln der Kunst beglücken.
„Wie wir dich doch beneiden“, ...stöhnten fünf, der sieben Zwerge ekstatisch, als man sie schließlich aus ihren Ketten befreite. Sie ließen, zu des Wolfes großen Erstaunen, manchen Goldklumpen zurück.
‚Ein Lösegeld‘, ...dachte der böse Wolf noch halblaut.
Doch der gestiefelte Kater klärte seinen Leidensgenossen überlegen lächelnd auf:
„Die„Zipfelmützen“ kommen jeden Monat her. So viel Gold müsste unsereiner auch mal auf der Kralle haben...“
„Du bezahlst dafür?“ ...erkundigte sich der böse Wolf skeptisch. „Wo bin ich hier nur hineingeraten?“
„Ich zahle hauptsächlich fürs Zusehen“, ...lachte die nackte Miezekatze.
„Und als ich hörte, dass sie einen echten Wolf reinkriegen, habe ich gleich das Doppelte angeboten, nur um dabei sein zu dürfen. Wir Kater mögen euch Wölfe nämlich nicht so besonders, musst du wissen. Das liegt in unserer Natur.“
„Schnauze Miezekatze, ...sonst gibt’s Zunder“, ...fauchten die sieben Geillein im Chor.
Eine Peitsche knallte in der Luft, ...und der Kater mautzte lang und wonnig.
„Oh, ...meine geliebten Geillein, gebt mir mehr.
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.