Rückkehr nach Rom

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Rückkehr nach Rom

Rückkehr nach Rom

Chloé d'Aubigné

Kein Zeichen von Überraschung in seinem Gesicht, nur ein stilles, beinahe abwartendes Lächeln.
„Du bist wieder da.“
Seine Stimme war ruhig, ein wenig heiser, wie sie es immer gewesen war.
„Vielleicht war ich nie vollständig weg.“
Er nickte kaum merklich. „Das ist schwer zu sagen“, meinte er, und in seinen Augen lag eine Spur von Lächeln.
Ich bestellte dieselben Gerichte wie damals. Auch das schien ihn nicht zu überraschen. Zwischen uns lag noch eine stille Spannung, keine Unruhe, eher das Gefühl, als müsste man einige Dinge nicht sagen, aber das Gegenüber verstünde sie dennoch.
Natürlich war auch er es, der mir das Essen servierte. Doch anders, als ich es erwartet hätte, ging er dann nicht wieder weg, sondern nahm seine Schürze ab und setzte sich zu mir an den Tisch. Als wäre er meine Begleitung für das Abendessen. Entsprechend unterhielten wir uns auch, überraschend ungezwungen. Wir sprachen über Belangloses. Über den Herbst in Rom, über Touristen, die Essen bestellten, aber es wieder zurückschickten, weil es ihnen dann doch nicht schmeckte. Oder sie nur für ein Foto damit hatten machen wollen. Über Wein, der dieses Jahr gut zu werden versprach. Aber über private Dinge oder gar über uns verloren wir kein Wort.
„Wie war dein Jahr?“, fragte er schließlich, während er mir wieder Wein nachschenkte.
„Voll“, antwortete ich. „Ich habe vieles verändert. Mich auch.“
„Das sehe ich.“
Ich lachte. „Und du?“
Er zuckte mit den Schultern. „Das Restaurant, die Gäste. Nichts Neues.“ Dann fügte er nach einem Moment hinzu: „Aber das ist nicht schlimm. Manche Dinge dürfen einfach bleiben.“
Mit einer kurzen Entschuldigung streifte er sich wieder die Schürze über, er ging, kam wieder, blieb manchmal kurz an meinem Tisch stehen und wir wechselten erneut ein paar Worte. Seine Bewegungen waren dieselben wie früher – ruhig, kontrolliert.

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