Sabea würde aber vom lüsternen Bürgermeister, der allenthalben als treuer Familienvater und solider Berufsmann galt, für ihre Seelenschmerzen ihren Preis einfordern: Das schlechte Gewissen gegenüber ihrem Holger brachte sie immer öfter um den Schlaf. Immer wieder verbrachte sie Stunden mit ihm, an ihrem Geheimplatz im Schilf, genoss seine Zärtlichkeit, aber etwas Fremdes, Neues hatte sich zwischen die beiden geschoben. Wie früher bettete Holger ihren Kopf auf seinen Schoss, aber etwas an Sabeas dunkelbraunen Augen hatte sich verändert.
Noch mehr Nähe würde den Bürgermeister einige Gulden kosten, die er auch bereitwillig bezahlen würde, ganz gewiss. Am nächsten Morgen war es so weit. Um halb sechs Uhr in der Früh klingelte Sabea bei der Familie Lander, und der Hausherr öffnete ihr wie immer im seidenblauen Morgenrock. Mit einem Zwinkern stiess er die Kellertür auf; diesmal offerierte er den heissen Kakao direkt im "Liebeszimmer", wie Sabea den sechseckigen Raum in Gedanken mittlerweile nannte.
Sie trug eine Kette aus bunten Steinen und ihr einziges Kleid, einen smaragdgrünen Rock mit einem weiten Ausschnitt. Das Haar hatte sie zu zwei Zöpfen geflochten. Sabea sah unwiderstehlich aus. Versonnen spielte Martin Lander mit ihrer Steinkette und berührte dabei Sabeas Hals. Sie fühlte ein elektrisches Knistern, das sich bis in ihre Körpermitte fortpflanzte. Martin Lander schob ihr wortlos die Träger über die Schultern und legte Sabeas Brüste frei.
Dann lutschte er so lange, bis Sabeas Knospen in seinem Mund prall und hart wurden. Sie warf den Kopf zurück. Dann nahm sie die Hand des Bürgermeisters und führte sie an ihr Geschlecht. Martin Lander ertastete Sabeas Spalte, die er unter dem groben Leinenstoff erahnte. Die Unterhose liess sich nicht so leicht zur Seite schieben wie der hauchzarte Seidenslip seiner Frau Anina. Bereitwillig legte Sabea sich auf den Rücken, zog aber das Unterkleid nur zögernd aus. Im Geiste erschien ihr Holger, ihr Geliebter, mit derart traurigem Blick, dass ihr ein paar Tränen über die Wangen liefen.
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