Aufmerksam wischte Martin Lander sie ihr weg. Er war kein böser Mann, beileibe nicht, und er kam auch seinen Vaterpflichten mehr als nur gut nach. Seine Frau Anina hatte ihm vor zwei Jahren Zwillinge geschenkt, einen Sohn und eine Tochter, die sie von einer Amme betreuen liessen. So war es möglich, dass Anina ihrer Leidenschaft, dem Kleidernähen, weiterhin nachgehen und frühmorgens ihr Atelier aufsuchen konnte. Ihre regelmässige Abwesenheit ermöglichte dem Bürgermeister das ungestörte Zusammensein mit dem Ziegenmilchmädchen.
Ja, in ihm brannte eine unbändige Lust auf Frauenfleisch, die er nicht nur mit Sabea stillte - nein, er hatte im dunklen Verlies auch schon drei jungen Lehrerinnen, der drallen Bäckerin, der Fleischertochter und der Kürschnerin die Unschuld geraubt und darüberhinaus zahllose rechtschaffene Ehefrauen aus der Umgebung ins Dunkel gelockt. Schamhaft schwiegen sie alle, und der Bürgermeister konnte sein Treiben unbehelligt fortsetzen.
An jenem Morgen erhaschte Martin Lander einen kurzen Blick auf Sabeas Damm, als sie die Beine anzog. Da war es um ihn geschehen. Zärtlich liebkoste er ihr hübsches Haardreieck. Sabea stöhnte. Sie war einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Hübschlerin gegangen und kam kaum mehr an gegen ihre aufkeimende Lust, die wie Lava in ihr brodelte.
Als Martin Lander seinen Morgenrock öffnete und seinen steifen Schwanz herausholte, verweigerte Sabea sich aber. "Tut mir leid, Herr Lander, aber wenn Sie das wollen, benötige ich vorher hundert Gulden" .
"Hundert…" Dem Bürgermeister verschlug es die Sprache. "Meine Familie ist arm, wissen Sie… " Ich weiss, mein Kind, ich weiss", sagte er mit belegter Stimme und öffnete die Schublade des einzigen Tischs im Raum. Dort lag eine Menge Geld. Ob er im "Liebeszimmer" noch andere Frauen bezahlte für ihre Dienste? Ob seine Gattin Anina, die rechtschaffene Seidennäherin und zweifache Mama, denn gar nichts ahnte? War sie gar Teil des Spiels? Sabea schauderte und verdrängte ihre Gedanken. Wortlos nahm sie das Geld entgegen. Dann liess sie den Bürgermeister gewähren. Sie war fiebrig erregt und spürte kaum, wie Martin Lander seine Eichel an ihre Liebesöffnung führte. Als er in sie eindrang, kurz inne hielt und sie dann leidenschaftlich nahm, verging ihr Hören und Sehen. Die Steinkette klatschte an ihre Schlüsselbeine, das schwarze Haar hing ihr in Fransen in die erhitzte Stirn und das offene Haar umfloss Sabeas Gesicht.
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