Salz und Pfeffer

Ob das gut geht? – Teil 25

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Salz und Pfeffer

Salz und Pfeffer

Jo Diarist

Es stellt sich heraus, dass es nicht Toms Ding ist, im Haushalt etwas mitzumachen. Dafür ist er sehr an allem Handwerklichem interessiert. Lisa und ich kommen überein, dass wir es so belassen, weil sie durch unsere Hilfe nun auch genügend Zeit findet, etwas für die Schule zu machen oder nach potenziellen Arbeitsstellen zu suchen.
Das Lernen machen wir meist gemeinsam. Ich kann Lisa bei einigem helfen, weil es mir durchaus leichter fällt. Da kommt mir mein alter Beruf sehr zugute.
Alles scheint sich zum Positiven zu wenden und doch habe ich das Gefühl, Lisa bedrückt etwas. Spreche ich sie darauf an, wiegelt sie ab. Es wäre nur Einbildung von mir, sagt sie dann und bemüht sich um ausgelassene Fröhlichkeit.
Es ist aufgesetzt, das spüre ich, beobachte sie genauer und werde fündig.
Alle in der Akademie wissen jetzt, dass wir zusammen sind und doch schmachten ihre Dackel sie an. Die Männer schwelgen in Erinnerungen und Lisa anscheinend auch.
Wir betreten das Akademiegelände und die Herren bei der Raucherinsel strahlen um die Wette. Ein Blick auf Lisa zeigt mir, wie schwer es ihr fällt, ihre Verehrer nur verhalten zu grüßen. Das Spiel mit ihnen und das Hofiertwerden fehlt ihr.
Kaum sind wir im Gebäude, halte ich sie zurück.
„Gib mir deine Tasche“, fordere ich und greife schon danach, „und jetzt geh zu deinen Dackeln.“
Verständnislos blickt mich Lisa an.
„Aber ich gehöre doch jetzt dir“, wendet sie zaghaft ein.
„Niemandem gehörst du, außer dir selbst! Ich merke doch, dass dir etwas fehlt, wusste bisher nur nicht was. Du hast dich so an das Spiel mit den Dackeln gewöhnt, dass dir ohne sie der Spaß am Leben verloren geht. Spiel mit ihnen, aber vergiss mich dabei nicht.“
„Aber deine Eifersucht, ich weiß, dass es die bei dir gibt und es liegt mir jetzt fern dich zu quälen.“
Ich gebe ihr einen Kuss.

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