„Mach mich ein bisschen eifersüchtig. Zeig mir, dass ich etwas tun muss, um dich zu halten. Es ist das Salz in der Suppe, das wir vermutlich brauchen.“ Ich bemühe mich um einen verschlagenen Gesichtsausdruck. „Vielleicht mach ich das ja im Gegenzug auch mal mit dir. So wie mit Isabell beim Bowling damals.“
Es ist mir gelungen, Salz und Pfeffer in die Suppe zu streuen. Lisa richtet sich auf und mustert mich forschend.
„Du hast noch Kontakt zu der blonden Schnitte?“
„Vielleeeiiiicht“, gebe ich ausweichend zurück. „Los jetzt, lass deinen Schwarm nicht warten!“, unterbinde ich weitere Nachfragen, drehe sie rum, gebe ihr einen Klitsch auf den Po und schiebe sie zur Tür hinaus.
Belügen will ich sie nicht, aber ein bisschen Spannung erzeugen schon. Sie soll sich nicht zu sicher fühlen, damit sie ihre Dackeldressur nicht übertreibt.
Mit Isabell habe ich mich auch nur dieses eine Mal getroffen, ein paar Mal telefoniert aber schon. Sie wollte gerne auf dem Laufenden gehalten werden und irgendwie haben mir die Gespräche mit ihr immer gut getan.
Ohne Lisas Anwesenheit habe ich wieder einmal Gelegenheit, mich ungestört mit Ralf zu unterhalten und das bringt mir eine weitere Erkenntnis: Lisa und ich glucken zu sehr aufeinander!
In der Anfangsphase des frisch Verliebtseins und dem Einfinden in die neuen Beziehungsstrukturen geschah das automatisch und war auch wichtig. Jetzt, nachdem sich einiges eingespielt hat, sollten wir uns Freiräume zugestehen. So wie das Spiel mit ihren Verehrern werde ich ihr auch weitere geben, wenn ich herausfinde, was sie braucht.
Was ich selbst brauche, werde ich ihr bei passender Gelegenheit unterbreiten.
Kurz vor Unterrichtsbeginn wird der Raum heller. Eine fröhliche Truppe schwappt durch die Tür. Ausgelassene Dackel, die eine strahlende Lisa umringen.
Salz und Pfeffer
Ob das gut geht? – Teil 25
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Salz und Pfeffer
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