„Wie sollte ich auch nicht. Ich konnte damals beim Bowling gut beobachten, wie sie dich angebaggert hat.“
Soll ich sie aufklären, dass es nur ein Spiel war um sie aus der Reserve zu locken?
Nein, nur wenn es gar nicht mehr anders geht. Es könnte ja sein, dass sie das dann in die falsche Kehle bekommt, denke ich mir.
„Weißt du, wie lange das her ist, und überleg mal, was seither geschehen ist. Ich liebe dich du verrücktes Weib. Und wie ich dich liebe, denkst du, ich setze das mit einer Affäre aufs Spiel?“
Es macht sie nachdenklich und die Anspannung fällt von ihr ab. Eine tastende Hand findet meine und drückt sie sanft.
„Ich liebe dich auch und …“ Weiter kommt sie nicht, weil der Dozent den Raum betritt und uns begrüßt.
Ralf war der einzige, der etwas von dieser Unterhaltung mitbekommen hat, die anderen saßen zum Glück noch nicht auf ihren Plätzen.
Zur Frühstückspause flirtet Lisa wieder mit ihren Dackeln im Außenbereich. Nicht, ohne dass sie sich vorher meinen Segen geholt hat, obwohl das unnötig war.
Ich stehe mit Ralf am Tisch neben dem Kaffeeautomaten und genieße den Austausch mit diesem verständigen Mann. So etwas brauche ich wieder, wird mir bewusst und ich werde das Lisa noch heute unterbreiten.
Deutlich kann ich erkennen, dass Anspannung von Lisa abfällt. Zur Mittagspause gesellt sie sich zu mir an den Stehtisch, winkt ihren Dackeln und strahlt mich an.
„Diese Pause gehört wie am Anfang nur uns.“
Ein kurzer Rundblick. Ralf betritt gerade das Treppenhaus und die im Klassenraum verbliebenen können uns nicht sehen.
Ich greife mir Lisas Hand, gebe ihr einen Kuss und bestimme:
„Dann lass uns später essen und komm mit!“
Ohne auf ihre Überraschung einzugehen, ziehe ich sie ins Treppenhaus. Schnell geprüft, keiner da. Lisa hinter mir herziehend, husche ich die Stufen hinauf in den leeren Flur.
Salz und Pfeffer
Ob das gut geht? – Teil 25
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Salz und Pfeffer
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