„Ruf mich bitte an, nach eurem Gespräch“, bat ich sie.
„Und deine Frau?“, fragte Sandra.
„Das werde ich schon irgendwie hinbiegen, ich muss aber wissen, dass es dir gut geht.“
„Keine Sorge, mir wird nichts geschehen“, versuchte sie mich zu beruhigen.
„Nach dem Ausbruch bin ich mir da nicht so sicher. Bitte versprich mir, dich zu melden.“
Sandra tat es und nur einen kurzen Abschiedskuss gestatteten wir uns, bevor ich sie verließ. Den Heimweg legte ich wie im Traum zurück. Die Gesamtheit der Erlebnisse wollten erst einmal verarbeitet werden. Glücklicherweise war ich vor Rosi zu Hause, denn die Verwirrung hätte sie mir sicherlich angemerkt. Ich duschte schnell und versuchte mich dann am PC abzulenken.
Eine Stunde später kam Rosi, duschte auch, wie immer nach dem Joga und fragte dann, ob ich mit zu Bett gehen wollte, weil sie sehr müde sei. Ich log wieder einmal und schob eine Recherche für die Arbeit vor.
Alleingelassen blickte ich im Fünfminutentakt auf die Uhr und begann mich zu sorgen, weil sich Sandra auch nach zwei Stunden noch nicht gemeldet hatte. Mehrfach nahm ich das Handy zur Hand um sie anzurufen, wagte es aber nicht.
Erst drei Stunden nachdem ich Sandra verlassen hatte, kam der ersehnte Anruf und ohne Begrüßung fragte ich:
„Geht’s dir gut?“
Ich konnte das Schmunzeln in ihrer Stimme hören, als sie antwortete:
„Ja, es ist alles bestens. Die Fronten sind geklärt, und er schläft vorläufig auf der Couch. Wie es mit unserer Ehe weitergeht, steht noch nicht fest, weil ich erst alles verarbeiten muss.“
„Wie meinst du das?“, fragte ich verunsichert.
„Mir sind jetzt die ganzen Hintergründe seines Wunsches bekannt und das hat mich tief getroffen. Meine Annahme, dass es ihm darum ging, sich daran aufzugeilen, wie ich benutzt werde, war nur teilweise korrekt. Der Hauptgrund bestand darin, dass er scharf auf die Frau eines Fitnesskumpels ist.
Sandra versus Sasa
Je oller umso doller - Teil 15
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Sandra versus Sasa
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