Sandrine

Der Therapeut

43 7-11 Minuten 0 Kommentare
Sandrine

Sandrine

Anita Isiris

«Geh doch auch mal ran», fordere ich Jean-Paul auf und reiche ihm das Schälchen. Etwas ungeschickt massiert er die Mumu seiner Ehefrau – Jean-Paul muss viel dazulernen. Aber für so was biete ich Seminare an.

Als er sich an Sandrines Damm zu schaffen macht, unterbreche ich ihn. «Noch nicht», sage ich, «das hat Zeit. Schau Dir Deine Ehefrau jetzt an. Gefällt sie Dir?» Sandrines Gesicht ist feuerrot, ihre Locken bedecken ihre Stirn. Sandrines Mund ist halb geöffnet. «Schau, Jean-Paul», sage ich sachlich, «was wir hier sehen, ist eine Frau die Liebe begehrt. Sandrine ist sehr bereit für uns».

«Sch… schon gut», stammelt Jean-Paul. Offenbar ist er tief bewegt. Seine Frau, in intimster Pose, in Anwesenheit eines anderen Mannes, nämlich von mir. Ich trete unten an den Behandlungstisch und massiere Sandrines Füsse. Das tue ich oft, damit sich die Frauen freier fühlen. Zu viel Fokus auf Titten Po und Muschi kann beengend wirken. Prompt spreizt Sandrine die Schenkel. "Oh... ma pute, ma petite pute», sagt Jean-Paul und macht sich daran, Sandrines Vulva erneut zu massieren – dieses Mal schon wesentlich geschickter. Er hat mir abgeschaut, der Schlaukopf. Sandrine steigt. Und steigt. Und steigt. Sie steigt hoch zur Milchstrasse, zu den Spektralfarben, zu Klängen, die es vorher noch niemals gab.

Ich nicke Jean-Paul zu. Dieser nestelt an seiner Hose und befreit seinen Riesenschwanz. «Non… trop tôt», sage ich, um das Missverständnis rechtzeitig zu klären. Zu früh zum Vögeln.

Gemeinsam rasieren wir nun Sandrine, sorgfältig, wobei mir meine anatomischen Kenntnisse ausserordentlich zugutekommen. Auch da muss Jean-Paul noch dazu lernen. Wir gehen sehr konsequent vor, sehr exakt, sehr gründlich. Als dann Sandrine mit ihrer glattrasieren Vulva vor uns liegt, kommen uns beiden vor Rührung beinahe die Tränen. Ich drücke Jean-Paul eine Gel-Tube in die Hand. Es ist wichtig, die Vulva nach der Rasur zu kühlen, wie die das hier mitlesenden Frauen bestimmt bestätigen können. Sandrines Vulva. Welch göttliches Elysium. Ich kann es selbst kaum erwarten, in ihr drin zu sein. Ob ihr Göttergatte anwesend ist, kann mir egal sein. Sandrine stellt sich von sich aus in den Vierfüssler und streckt ihren frechen Entenpopo raus. Das gibt mir den Rest. Ich zücke mein Zentralorgan…

und werde von Jean-Paul unsanft zur Seite gestossen. «C’est MA femme, con!», flucht er, ist ausser Rand und Band und stösst tief in Sandrine. «Haaaah», ist von ihr ein kehliger Laut zu vernehmen «Huuuuh». «Hoooh», antwortet Jean-Paul, irgendwo zwischen Nikolaus und brünstigem Rentier.

Dann feiern die beiden ihr Fest. „Baise moi“. „Caresse ma foufoune“. „Suçe mes seins, mes mamelons… ».

Sandrine keucht selbstvergessen, Jean-Paul nimmt sie wie ein Berserker. Zwischendurch lässt das Paar es zu, dass ich Sandrines Hand drücke. Wie gerne ich mich jetzt ihres Körpers bemächtigen würde, vermag ich gar nicht in Worten auszudrücken.

Aber an jenem Spätnachmittag bin ich Coach, Verbündeter, Therapeut, keineswegs aber «part of the game». «Pas une partie du jeu». Ich bin kein Teil des Spiels heute.

Sandrine und Jean-Paul verlassen meine Praxis eine Stunde später als glücklich gurrendes Paar. Ach Gott.

Und ich?

Kein Problem – Sandrine bleibt ja meine Patientin – jetzt erst recht.

Und nächstes Mal bin ich dran.

„Baise moi“. „Caresse ma foufoune“. „Suçe mes seins, mes mamelons… ».

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 9608

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben