Saskia, ‚Dirty Tanja‘ und die nackten Tatsachen

Campingplatzgeschichten

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Saskia, ‚Dirty Tanja‘  und die nackten Tatsachen

Saskia, ‚Dirty Tanja‘ und die nackten Tatsachen

Svenja Ansbach

"Das Leben ist das, was uns passiert, während wir andere Pläne machen."

Neben mir lümmelten sich zwei Freundinnen, offensichtlich ‚unbepartnert‘, was hier auf dem Platz eher eine Ausnahme war. Die beiden begutachteten mich mit unverhohlenem Interesse. Vielleicht ist es ja meiner ‚jugendlichen Unbekümmertheit‘ geschuldet, aber es kam mir so vor, als ob sie die unsichtbaren ‚Fick mich‘-Schilder auf der Stirn schon eingeschaltet hatten.
Und als ich das realisierte, geschah etwas wirklich, wirklich Verstörendes: Es interessierte mich nicht! Freunde, glaubt mir, ich sah die beiden Grazien, die nicht mal züchtig ihre Beine zusammenhielten, während sie mit den Füßen in meine Richtung im Sand liegen und es tangierte mich nur peripher. Wäre ich eine Marvel-Figur mit Laserblick gewesen, hätte ich ihnen Löcher in den Pelz brennen können, den sie zwischen den Schenkeln trugen. Und hätte ich noch etwas genauer hingesehen, hätte ich vermutlich erkennen können, ob sie ihre Mandeln noch haben. Aber es berührte mich in keinster Weise. Ich schaute auf ihre wohlgeformten Titten, als ob ich mir wassergefüllte Luftballons oder prallgefüllte Windbeutel anschauen würde. Und ich erwiderte ihre aufmunternden Blicke nicht. Sonst wären sie mir schon als potentielle Beute erschienen in dem Moment, in dem mir klar geworden wäre, dass keine Stelzböcke an ihnen kleben. Und jetzt?
Vermutlich hätten sie es gerne gesehen, wenn ich mich neben ihnen niedergelassen hatte. Selbst als die eine die andere mit Sonnencreme bearbeitete, und dabei vollkommen widersinnig sogar deren Möpse, an die sie ja nun selbst kommen könnte, mehr massierte als cremte, berührte das weder mich noch meinen kleinen Kumpel, der mehr als gelangweilt in freizeitorientierter Schonhaltung zwischen meinen Beinen abhing.
In diesem Moment dachte ich an Saskia. Was verbarg sie vor der Welt und vor mir … und warum?

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