Saskia, ‚Dirty Tanja‘ und die nackten Tatsachen

Campingplatzgeschichten

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Saskia, ‚Dirty Tanja‘  und die nackten Tatsachen

Saskia, ‚Dirty Tanja‘ und die nackten Tatsachen

Svenja Ansbach

"Das Leben ist das, was uns passiert, während wir andere Pläne machen."

Warum stellte sie sich nicht ungeniert zur Schau, wie das hier alle taten? Und warum dachte ich permanent darüber nach?

Die beiden Luder hatten bald genug von mir und packten seufzend ihre Siebensachen. Es würde sich schon noch jemand finden, der sie besprang. Die eine drehte mir beim Packen auf den Knien noch einmal derart aggro ihren Arsch vor die Nase, dass ich der leicht geöffneten rosa Spalte ansichtig wurde. „Siehst Du“, schien mir der vertikale Mund zuzurufen, „das verpasst du – du blöder Depp, du!“
Teilnahmslos ließ ich auch dieses letzte Schauspiel von ‚Geil und Geiler‘ vor mir ablaufen, war im Gedanken immer noch bei dieser Saskia. Ich wusste nichts über sie, außer dass sie nette Eltern hatte und war ihr schon verfallen? Normal ist das ja nicht! Vielleicht war das vollkommen sinnlos, weil sie einen Freund in der Heimat hatte oder sie war ’ne Leckschwester? Was wusste ich schon. Aber ich würde es rausbekommen!
Zurück auf meiner Parzelle gönnte ich mir noch ein Feierabendbier vor dem Camper. Auf der Parzelle nebenan fegte und putzte Rosi – ich hatte sie für mich die ‚geile Rosi‘ getauft – mal wieder an und vor ihrem Wohnwagen in einer Art und Weise, die mir schon ein bisschen wie eine Aufforderung zum GV vorkam. Ich hatte auch sonst nie in Erwägung gezogen, bei ihr mal einen wegzustecken, obwohl ich wusste, dass sie in einer toleranten Partnerschaft lebte und würde es jetzt erst recht nicht tun. Nein, auch nicht, wenn sie ihre schenkelhohen, schwarzen, vorne durchgeschnürten Lacklederstiefel mit dünnen Sohlen und 12 cm Bleistiftabsätzen tragen würde!
Rosi musste anscheinend nicht mehr arbeiten, während ihr Mann wohl noch aktiv war und sie war häufiger für ein, zwei Wochen alleine da, während er mit dem Auto zurück nach Deutschland fuhr.

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