Schäferstündchen mit der heißen Schäferin

63 12-20 Minuten 0 Kommentare
Schäferstündchen mit der heißen Schäferin

Schäferstündchen mit der heißen Schäferin

Peter Hu

Auf dem Wanderparkplatz standen bereits mehrere Fahrzeuge. Mancher Anhänger deutete eindeutig auf Landwirtschaft hin. Ich machte ein paar Aufnahmen….

„So einsam scheint es auf den Bergwiesen gar nicht zuzugehen“ ...nahm ich die Unterhaltung schließlich wieder auf.
„Gewiss trifft man sich abends mal mit einem Kollegen am Lagerfeuer.“

„Eine romantische Vorstellung, zugegeben. Aber nein. Meistens bin ich hier oben mit meinem Tablett-Computer ganz allein. Habe sogar eine Solarzelle, um ihn für meine Abendunterhaltung wieder aufzuladen.“

„Und sie schlafen dann unter freiem Himmel bei der Herde?“

„Bei der Herde schon. Aber nicht unter freiem Himmel“, ...lachte sie. „Die Altvorderen verwendeten Zelte. Meine Familie benutzt inzwischen winzige, transportable Hütten, deren Bauteile wir Stück für Stück heraufgetragen haben. Ein überdachtes Bett gewissermaßen, mehr ist es nicht. Aber immerhin…“

„Schutz vor dem Wetter und vor den Wölfen,“ vollendete ich ihren Satz.

(...Das Thema beschäftigte mich dann während des ganzen Aufstieges. Ich war schon vollkommen außer Atem. Mein Rucksack mit der Ausrüstung wog einiges. Wenn ich mir überlegte, hier Baumaterial heraufzuschleppen, Kompliment…)

„Wenn die Wölfe kommen, muss ich den Schutz der Hütte verlassen und meine Herde beschützen“, ...lachte meine blonde Begleiterin, klopfte dreimal mit dem Stab auf den Felsen und rieb mit der Rechten über ihr Pistolenholster.

„Schon mal einen Wolf erschossen?“

„Einige schwer verletzte Schafe musste ich schon töten, weil ich zu spät gekommen war. Auf einen Wolf habe ich noch nie schießen müssen. Die haben ohnehin Respekt vor mir. Da reicht ein Warnschuss, oft schon ein wütender Schrei; ...bis jetzt, jedenfalls. Sie müssen wissen, ich hege keinen Groll gegen diese Tiere. Nur leider besteht ein kaum lösbarer Konflikt.“

,Taff und sexy’, ...dachte ich bei mir. Zur scharfen Silhouette hatte sich jetzt, mit wachsender Anstrengung, auch noch ihr natürlicher Duft gesellt. Diese unterbewusst erotische Wirkung wird oft unterschätzt. Ich sah kaum Haut, aber die schöne Frau wirkte eindeutig enorm anziehend auf mich…

Als wir endlich den Rand der besagten Almwiese erreicht hatten, hatte sich das Wetter eher noch verschlechtert. Es nieselte, der Wind hatte an Schärfe zugenommen, ...und gelegentlich fand sich auch schon eine Schneeflocke im Regen.

„Das könnte eine längere Reportage werden“, ...kommentierte Ada und bot mir einen heißen Schluck Kaffee aus der Thermosflasche an.
Während ich trank, erschienen auch schon die ersten neugierigen Schafe und begrüßten ihre Schäferin. Das waren Bilder, die ich unbedingt mit der Kamera einfangen musste.

„Viele sind Weisen, die ich als Lämmer mit der Flasche großgezogen habe“, ...kommentierte Ada, die während der Begrüßung beinah umgeworfen wurde.
Mir stiegen unweigerlich Bilder in den Kopf.
Bald war die kleine Herde komplett um die Ziehmutter versammelt. Etwa sechzig Tiere. Natürlich hatte sie nicht alle mit der Flasche großgezogen...

„Die sind derart auf mich geprägt, dass ich auf den Hirtenhund verzichten kann. Nicht, dass ich keine Hunde mag. Doch seit ich auf der Uni bin, habe ich aus Zeitgründen keinen eigenen mehr.“
Während sie noch sprach, verstärkte sich der Schneeanteil im Nieselregen deutlich. Und dann donnerte es auch noch irgendwo in der Ferne. Ein deutlicher Hinweis für einen krassen Wetterwechsel…

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6245

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben