Nina war eine offenherzige Frau, und ihr war bereits auf der breiten Treppe, die zum Klinikeingang führte, definitiv bewusst geworden, dass sie sich hier jemandem ausliefern würde, ob Mann oder Frau. Jemand würde sich sehr genau mit ihrem Geschlecht - und hoffentlich auch mit ihr selbst - befassen.
Dann begannen die Klangschalen, von denen sie umgeben war, zu summen. Erst leise, dann eindringlicher kamen Klangwellen von den schmucken Gefässen aus, Wellen, die sich vereinigten und über Nina hinwegzogen, sie aber auch durchdrangen. Dann verflüchtigten die Klänge sich im Nichts, und zurück blieb ein Vibrieren, das den ganzen Raum erfüllte. Nina atmete tief und schloss die Augen. Dann liess sie ihre Schenkel auseinanderfallen und nahm die Harmonien in sich auf.
"Ganz ruhig jetzt, Nina", war die Stimme aus dem Off wieder zu hören. "Öffne Dich, entspann Dich. Streichle Dich, wenn Du magst. Wir sind eine grosse Familie. Liebe machen gehört zum Leben. Deine Schamlippen sind wundervoll. Sie sind für die Liebe gemacht. Träum Dich jetzt ans Meer. Hörst Du die Wellen, das sinnliche Plätschern, das leise Knistern, das entsteht, wenn Wasser über Steinen sich bewegt? Atme tief ein. Atme in Deinen Bauch. Spür die Wärme, die von Deinen Füssen ausgeht. Die Wärme erreicht Deine Unterschenkel. Deine Knie. Deine Oberschenkel. Dein Liebeszentrum. Deinen Anus. Deinen Damm. Deine Labien. Deine Cliti. Du empfindest Lust, Lust, Lust, liebe Nina. Lust." Das Vibrieren im Raum verstärkte sich; Nina hatte das Gefühl, dass die Schwingungen sich verdichteten, zu einem feinen, spitzen Pinselchen, das ihre Schamlippen reizte. In heissen Wellen erwachte ihre Begierde. Nina gab sich der Stimme, den Klangschalen, dem geheimnisvollen Nichts. Das Kitzeln wurde zum Streicheln, das Streicheln zur innigen Berührung, das Pinselchen suchte den Weg in Ninas offenes Liebesloch. "Hhhh", sagte sie leise. "Hhhh." Dann schob sie den Mittelfinger ihrer rechten Hand zwischen ihre prallen, warmen Labien.
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