Ich brauchte nicht viel Phantasie um zu erkennen, wie die Befragung aussehen würde.
Als sie aus dem Zimmer waren, wendete sich Sam mir zu. Als ich nichts sagte, boxte er mich mehrfach heftig in den Bauch und als das nichts half schlug er mich ins Gesicht. Ich spürte wie die Oberlippe aufplatze und Blut in meinen Mund lief, aber den Schmerz insgesamt spürte ich gar nicht so sehr, denn ich konzentrierte mich auf andere Dinge. Nebenan hörte ich ein paar dumpfe Schläge, Schreie, Worte die ich nicht verstand, dann rappelte offenbar das Bett in dem Sandra ganz selten geschlafen hatte, wenn wir uns mal gestritten hatten, gegen die Wand. Rums, rums, rums, …. ich wusste nur zu gut was das bedeutete. Ich fing hinter meinen Rücken an, an den Kabelbindern zu zerren. Schmerzen waren mir in meiner Verzweiflung egal. Die Kabelbinder schnitten in die Haut, ich spürte Blut. Und wenn ich mir die Haut abziehen musste, ich wollte freikommen und ich schaffte es tatsächlich eine Hand zu befreien. Sam hatte inzwischen von mir abgelassen, stand am Fenster und rauchte eine. Er bemerkte nicht wie ich nach dem Messer unter dem Stuhl tastete. Mit einem Schnitt waren die Beine frei. Ich sprang auf. Er kam noch auf mich zu, die Waffe aus dem Hosenbund ziehend, aber zu spät!
Ich rammte ihm das Bowie-Messer ins Herz und fing den leblosen Körper auf, damit er nicht laut auf den Boden schlug. Nebenan war Stille eingekehrt. Ich nahm die ebenfalls unter dem Stuhl klebende Waffe und raste nach nebenan.
Als ich die Tür aufstieß standen der Anführer und sein dicker Gehilfe vor der offenen Badezimmertür die von dem Raum abging. Erstaunt wendeten sie sich zu mir um. Das letzte was sie sahen war mein schmerzverzerrtes Gesicht und den Lauf meiner Waffe. Ich schoss beiden in den Brustkorb, da wo das Herz zu suchen ist. Fettsack brach gleich tot zusammen, den Anführer hatte ich nicht so sauber erwischt.
Schatten der Vergangenheit
Nach dem großen Sterben – Teil 18
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