Schattenriss

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Schattenriss

Schattenriss

Madam Lasterhaft

Ich drückte meine kräftigen Pobacken gegen die kühle Mauer unserer unverputzten Wohnzimmerwand. Meine Zehenspitzen ragten gestreckt in den Raum, als das Spreizgestänge von meinen Bewegungen ratterte. Kontrollverlust. Durch die Lippen spaltende zweckendfremdete Augenbinde schmeckte ich das blumig-frische Waschmittel des rubinroten Stoffes. Mittlerweile hatte sich durch meinen stoßweise gehenden Atem Feuchtigkeit angesammelt. Meine Augen weit aufgerissen betete ich zum Himmel, dass diese Folter bald ein Maß an Beherrschbarkeit annahm sonst würde ich noch einen Krampf in den Waden und unschönen Muskelkater an sämtlich vorstellbaren Muskelpartien davontragen. Tagelang. Durch nichts zu lindern. „Nicht bewegen. Ja genau so, Süße.“, sagte die dunkel samtene Stimme von Daniel. Er half meinem Hinterteil mit seinen Händen wieder zu seiner Ursprungsposition in der Auffangschale meines freiwillig gewählten Gefängnisses.

Aufgrund meiner freischwebenden Position war dies ein leichtes. Ich war in einem matten, golden schimmernden Gestänge festgemacht. Mein durch die gepolsterten Manschetten fixierter Spagat ließ meine Feuchtigkeit ungehindert in langen, durchsichtigen Fäden auf den Boden triefen. Sehen konnte ich es nicht. Doch ich wusste, wie es aussah, wenn Lustwellen mich auslaufen ließen. Die beiden hatten mich bereits ausgiebig mit ihren Zungen und Fingerspitzen verwöhnt. Gerade so viel, dass ich Appetit auf mehr hatte aber schon ein wenig befriedigt dahinschmolz.

Unter mir stand ein gläsernes Auffangschälchen auf einem ebenso gläsernen Tisch. Unter dem Tisch konnte ich aufgrund meines fixierten Kopfes nur noch die beschuhten Füße von Chris sehen und das Klacken der Kamerablende hören. „Tamina, ich habe noch etwas für dich bestellt. Sonst wird dir noch langweilig.“, sagte Chris mit zusammengekniffenen Lippen. Klack. Klack. Klack. Er befand sich wahrscheinlich genau unter mir. Wie tief er wohl in meine offenstehende Spalte fotografieren konnte? Daniel reichte mir einen Cocktail mit Strohhalm. Schaute mich an. Seine Pupillen waren stark geweitet. Gierten nach meinen Rundungen. Er sah, dass ich noch die Binde im Mund hatte. Trinken war so unmöglich. Er entfernte sie vorsichtig. „Sorry, jetzt geht’s.“, brachte er mir entgegen.

Mit gierigen Zügen sog ich an dem dünnen, von ihm gehaltenen Hälmchen aus Pappe, bevor mir das noch einer aus Spaß wegnehmen konnte. Das Papier des Halmes schmeckte leicht süßlich. Gluckernd fiel der Getränkestand bis auf den Gläserboden und setzte ein paar einsame Eiswürfel frei. „Ganz schön gierig unser Model, wa?“, brachte Chris mit gespielter Berliner Schnauze raus. „Da gibt man ihr ne kleine Erfrischung und die Süße möchte sich gleich die Eiswürfel mit durch den Strohhalm reinziehen. Wollen wa ma nich so sein. Hier gibt et nochmal was. Komm Barkeeper, mach ihr nochmal was!“, scherzte Chris in Daniels Richtung. Dieser war schon dabei den fruchtigen Eistee gluckernd aus der Karaffe ins Glas zu kippen. Während dessen liebkoste er die Umrisse meiner Haut. „Du bist perfekt. Unsere Göttin.“, hauchte er ihr ins Ohr. Ich bekam Gänsehaut.

Grell blendete mich das rechteckige Quadrat des Bauscheinwerfers, den Chris angeschaltet hatte. Ich kniff die Augen zusammen. Die Hand die ich mir im Affekt vors Gesicht halten wollte wurde unnachgiebig von dem Gestänge festgehalten. Die Muttern ruckelten ein wenig, sonst tat sich nichts. „Mach das bitte sofort aus, ich erblinde ja!“, wehrte ich den übergriffigen, aggressiven Lichtstrahl mit Worten ab. „Gleich wird es besser, ich streife dir die andere Augenbinde über dann spürst du nichts mehr.“, sagte Daniel erlösend während er aus seiner Spielzeugkiste eine Binde fischte und mir über die Augen legte. Dabei küsste er zärtlich die Stelle unterhalb meiner Ohrläppchen.

„So jetzt sind wir gleich so weit, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich. Mit was soll ich beginnen?“, fragte Chris. „Mit der schlechten.“, warf ich ihm entgegen. „Okay also, du solltest jetzt stillhalten. Ich möchte von dir einen Schattenriss anfertigen.“, konfrontierte er mich direkt mit seinem Vorhaben. Ich schnaufte durch. „Okay, wenn es nicht länger als zwanzig Minuten dauert. Und jetzt bin ich bereit für die gute Nachricht.“, legte ich nach. „Es geht wahrscheinlich sogar schneller. Die Zeit wird im Flug vergehen. Dafür hast du mein Wort.“, versicherte er. Ich hörte ein schleifendes Geräusch und ordnete dies der Leinwand zu, die hinter mir nach oben gezogen wurde. Prüfend ließ ich mein Hinterteil wieder ansteigen und spürte etwas wärmendes an der Rückwand. „Lässt du deinen Po unten! Sonst bleibt es bei den schlechten Nachrichten!“, herrschte Chris mich an. „Okay, okay.“, beschwichtigte ich ihn.

Chris stand unmittelbar vor mir, seine wachen Augen musterten mich. „So kleine Lady, dann darfst du dich jetzt ganz gehen lassen und entspannt abhängen. Wir habens bald geschafft.“, er war so nah, dass ich seine Wimpern und die kleinen Sommersprossen um seine Nase herum wahrnahm. Fast unmerklich bewegten sich seine Nasenflügel. Die dichten, braunen Augenbrauen dafür kein Stückchen. Das verlieh ihm weichere Züge. Sonst hatte er alle Attribute, die mich an einem Mann glücklich machten. Ein gut im Training stehender Körper und regelmäßige Bedürfnisse mich sexuell zu neuen Höhen und Schauplätzen zu bringen.

„Erschrick nicht, Daniel hat schon über die Hälfte auf der Leinwand geschafft. Du bekommst jetzt etwas Kleines auf deine Klit gelegt.“, sagte er vorbereitend. Ich hörte das metallene Geräusch des USB-Anschlusses. „Vielleicht hast du schon einmal von dieser neuen Art des Vibrators gehört. Zum Glück geht er auch unter Wasser. So nass wie du schon bist. Er ist halbvoll geladen. Für diesen Test sollte es genügen.“ Um meine Klit legte sich eine Art breiter, warmer Ring. Eine Art Gurt wurde eingestellt. Dann pulste es. Ohne berührt zu werden flatterte es wie ein leichter Schmetterling auf meiner Perle. Dann änderte sich die Frequenz einmal kurz und intensiv dreimal leicht. Es überwältigte mich. Ich spürte es zwischen meinen Beinen, in meinen Armen, Fingern, Beinen, Rücken prickeln. Es klickte. Die Wellen stiegen an. Keuchen. „Oh Kleines, du bist so geil!!“, sagte Chris lüstern während er mir seine Zunge in den Mund schob und meine strammen Brüste massierte. „Geh ausm Weg!“, kam es von hinten. Mein Mund war leer. Verlassen von Chris heißer Zunge. Das juckte mich nicht viel, denn meine Muschi war hochrot und dabei zu explodieren! Ein paar Wellen weiter schaffte ich es, meine Wahrnehmung nach außen zu legen. Ich sah Chris harten Schwanz aus seiner Hose ragen. Mit treibender Kraft wurde meine Perle im Eiltempo vom Satisfyer zur neuen Höhe getrieben. Chris rieb sich seinen Pfahl hart und schnell. War dass das gleiche Tempo wie mein meinem Vibrator? Egal! Ich war nur noch leibhaftige Erregung.

„Oh mein Gott, ich kommmmeeee!“, schrie ich ungebremst in den Raum, dass es nur so hallte. Dieser Orgasmus war eine einzige Ekstase. Wild ruckelte ich die Muttern an meinem Spreizgestänge lose. Während mein Köper wie ferngesteuert bebte wie ein Vulkan, nachzuckte, gaben meine zu einer Faust zusammengepressten Finger nach. Ich fühlte die Abdrücke meiner Fingernägel in meinen Daumenballen. Ließ meinen Kopf in der ledergepolsterten Fixierung hängen. Mein Brustkorb hob und senkte sich schwer. Meine Haare klebten an meiner Stirn und meinem Hals. Eine Schweißperle kitzelte mich als sie von der Kuhle zwischen meinen Brüsten hinunterlief, weitere einsammelte die im Ansatz vorhanden waren, bis zu meiner Scham.

Die Schläfen pochten angenehm. Ich fühlte dem Rauschen des Blutes nach. Schaute wie durch ein Milchglas auf das vollgetriefte Schälchen unter mir. „Süße, wir haben noch die zweite gute Nachricht für dich.“, flüsterte Daniel. Mit einer Kette wurde ich ein wenig tiefer nach unten gelassen. Die Schrauben wurden gelöst. Der dicke Ring um meine Klit aufgehoben. Ich glitt in Chris Arme. Hörte den schnellen Herzschlag an seiner Brust. Dämmerte wohl erschöpft weg. Was für ein anstrengender Tag.

Als ich erwachte, sah ich Daniels schwarzen Pferdeschwanz vor der Leinwand schimmern. Das Abendlicht war einen hellen Schein durch die riesigen Fenster unseres Ateliers. Er brachte hie und da ein paar Highlights mit einem dicken Borstenpinsel an. Die Leinwand schien viel härter zu sein als zu Beginn der Session. Daniel hatte den Stoff wohl schon teilweise fixiert. Dabei beobachtete ich wie sich die Schulterblätter unter seinem Shirt abzeichneten. Mein Körper wurde von meinem weichen Frottee Bademantel umschmeichelt und an der Körpermitte mit einem Gurt aus dem gleichen weißen Stoff bedeckt. Ein großes Emblem zierte meine rechte Brust. Das musste ich irgendwann umgestalten. Sonst würde ich noch in hundert Jahren in der Sauna darauf angesprochen oder mit seltsamen Blicken bedacht werden, ob ich den Bademantel hatte mitgehen lassen. Das hatte ich nicht nötig.

Ich fischte ein paar Himbeeren von dem bereitgestellten Tablett. „Hallo Kleines, bist du gut erholt?“, fragte seine tiefe Stimme, ohne dass er sich umwandte. „Ähm ja, danke. Ein Gefühl wie nach unseren Saunabesuchen. Ich bin sooo sehr geschafft.“, erwiderte ich. „Schön. Du bist jetzt für die Ewigkeit in diesem Bild konserviert.“, sagte er in brüchigem Ton und legte das gläserne Auffangschälchen beiseite. „Ich sehe es. Wie lange habe ich geschlafen? Das ist nicht etwa mein Schälchen?“, sagte ich in neugierigem Unterton, mir den Schlaf aus den Augen reibend. „Ich werde langsam müde. Wenn du möchtest kannst du mir Gesellschaft leisten.“, sagte er und strich mir über die Haare.

Ich folgte ihm stumm in schlürfendem Gang über den glatten Eichenparkettboden. Sammelte ein paar Sandkörner ein. Setzte mich auf die Bettkante seines riesigen, runden Bettes und strich mir die Körner von den Fußsohlen, ehe ich mich niederließ. Seufzend kuschelte ich mich unter seine große Decke an seinen unbekleideten Körper. Ich ließ ein Bein auf den kalten Boden hängen um nicht zu überhitzen. Er legte seinen Arm schützend um mich und ließ mich das verarbeiten, was ich heute erlebt hatte.

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