Aber für Maria ... Für Maria ist mir nichts zu teuer ... Ich werde mir die Partitur geben lassen und den grünen Engel, also Maria, besuchen und dann ..." Die vergoldeten Haare des Paten jubelten und intonierten den Hochzeitsmarsch. Das Piano begehrte dagegen auf und leistete mit seinen Tasten heldenhaften Widerstand.
"Und dann?" fragte verständnislos der Pizzabäcker. "Und dann, und dann, und dann?... Besitzt du denn keinerlei Vorstellung von der weiblichen Psyche? Hast du kein bißchen Phantasie? Sind dir Frauen dermaßen egal? Kannst du nur Knaben die Knie zerschießen?" echauffierte sich der Pate und schlug mit der flachen Hand die rebellischen Tasten nieder. Das Klavier schmiedete die ersten Mordpläne und schätzte das Strafmaß unter Berücksichtigung mildernder Umstände ab. Der Pizzabäcker grinste unsicher und hielt den Mund.
"Es ist doch ganz einfach", erklärte der Pate. "Ich bin der Pate, leite den organisierten Fahrraddiebstahl in dieser Stadt und sorge mich um die vielen fleißigen Pizzabäcker. Ich bin der Pate und lege einer Frau -Maria- eine Komposition zu Füßen, die nur für sie geschrieben wurde." "Wenn dieser Komponist nun aber nicht...?", erlaubte sich der Pizzabäcker einzuwenden und der Pate starrte ihn mit großen Augen an. "Du meinst, wenn mir seine Komposition nicht gefällt. Wenn er mir billigen Schund unterjubeln will und glaubt, mich bescheißen zu können, wie du es glaubst, mich bescheißen zu können?" Der Bäcker antwortete vorsichtshalber nicht und der Pate zog einen Revolver hervor. "Das ist recht einfach." Er visierte auf der Kommode die unbezahlbare Mingvase an. "Schon gut. Alles in Ordnung", sagte befriedigt der Pate. "Ihr könnt wieder rausgehen, aber gebt ihm vorher noch Schaufel und Besen!" Die Knochenbrecher verließen das Zimmer. "Du gehst jetzt nach Hause", wandte sich befehlend der Pate an den Pizzabäcker, "und gibst mir morgen das Geld.
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