Ich werde dich besuchen, sobald ich bei Leonardo war. Alles klar?" Der Angesprochene nickte mit dem Kopf, fegte die Scherben zusammen und schlich aus dem Zimmer. Im Fahrstuhl wischte sich der Pizzabäcker die bleiche Kreide aus dem verschwitzten Gesicht und wurde auf der Straße von einer Horde krückenbewehrter junger Männer gelyncht, die ihn mit verbundenen Knien vor dem Haus empfingen.
Das Klavier aber stürzte sich, die "Marseillaise" singend auf den im Zimmer verbliebenen Paten. Es zerbiß seine Schläfe und trampelte so lange auf den am Boden Liegenden ein, bis es, vom Kugelhagel der Knochenbrecher tödlich getroffen, zusammenbrach. Die Knochenbrecher befreiten ihren Chef aus den Trümmern und sein entzahnter Mund fluchte: "Mmmhä mmähhm mehämm", was gleichlautend und wörtlich übersetzt bedeutete: "Ihr Vollidioten habt mir in den Bauch geschossen!"
Die umnachtete Neonreklame schrie: "Zahl Bar", "Zahl Bar" ... Und unentwegt zerschnitt sie die Dunkelheit in rot oszillierende geistesgestörte Streifen. Leonardo stand unschlüssig vor dem Café, blickte grübelnd durch die große Fensterscheibe und sah, wie ihn zwölf in hoffnungsvollem Blau geschminkte Augenpaare hereinwinkten. Der Wirt winkte auch. Mit der Hand und drei unbezahlten Rechnungen. Leonardo grüßte zurück und lief weiter. Das "Teufelseck" gleich hinter dem Krankenhaus, dachte er, bliebe noch übrig. Mißmutig wackelte sein Kopf hin und her. Der Sympathiewert lag bei einem "Nun-ja-zur-Not", geschmälert noch durch den permanenten Männerüberschuß im Teufelseck. Dafür, redete sich Leonardo ein und wählte die Abkürzung durch den Hof des Krankenhauses, kein Klavier, keine offenen Rechnungen - seine Finger in der M
nteltasche hielten den letzten Schein fest umklammert - und summa summarum die Konkurrenz als solche nicht ernstzunehmen. Leonardo überquerte den Innenhof des Krankenhauses.
Schwerer alter Backsteinduft kroch ächzend durch die Weidensträucher
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