Das Schimmelpilz-Sex-Genie

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Das Schimmelpilz-Sex-Genie

Das Schimmelpilz-Sex-Genie

Charles Haiku

Der Kleine kroch auf dem Boden herum, klaubte die Splitter zusammen und sah, wie Leonardo die Kneipe verließ. In der rechten Hand hielt er Maria fest und in seiner Linken stimmte fröhlich eine Flasche Champagner nächtliche Chansons an.

Eng umschlungen und im Tangoschritt alberten Leonardo und Maria die Treppe hoch. Vor seiner Tür presste er sie noch dichter an sich und flüsterte ihr ins Ohr: "Verehrteste, wir stehen vor der Türschwelle meines bescheidenen Heimes. Darf ich Sie um den Schwellenkuß bitten?" "Vielleicht?!" Maria schlang ihre Arme um seinen Hals, und Leonardos Mund berührte ihre Lippen. Er schmeckte das Aroma ihres Lippenstiftes Marke "frisch gefallener Schnee", und verwirrt drifteten seine Augen durch eine schwarze Orientierungslosigkeit, denn soeben hatte sich das Treppenlicht diskret ausgeschaltet. Während der grüne Engel das Licht wieder einschaltete, öffnete Leonardo die Tür. Maria schlüpfte als erste hindurch und betrat das große Zimmer. Leonardo Schloss die Tür, legte seine Jacke ab und hörte Maria jubeln.
"Ein Flügel! Ein richtiger Komponistenflügel!" wahllos schlug sie ein paar Tasten an.
"Um Gottes Willen," stöhnte er, "jetzt fängt sie mir mit dem Komponistenmist an." Eilig folgte Leonardo ihr in das Zimmer, stellte sich hinter sie und sagte: "Lass das!"
Maria drehte sich um.
"Entschuldige! Ich verstehe, den Flügel darf nur der Meister berühren. Spiel mir etwas vor!" bat sie. "Eine von deinen Kompositionen?!" "Das geht leider nicht!" wiegelte Leonardo ab.
"Warum nicht?" schmollte der grüne Engel und flatterte bettelnd mit den Augenlidern. "Es ist viel zu spät. Im Haus schläft schon alles, und so ein Flügel ist verdammt laut. Wir können eine CD hören, wenn du willst."
Leonardo schaltete die Musikanlage ein, und Franz Schuberts Forellenquintett schwamm leise durch das Zimmer. Zusammengefaltet saß Maria auf dem Flügel. Leonardo knabberte sich an ihrem Arm hoch bis zum Hals.

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