Das Schimmelpilz-Sex-Genie

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Das Schimmelpilz-Sex-Genie

Das Schimmelpilz-Sex-Genie

Charles Haiku

Nun klebten die Schimmelpilze an seiner Magenwand und meditierten ein schützendes Mantra gegen die Verdauungssäfte. Leonardo schluckte den letzten Bissen hinunter und schob seine Hände in die Hosentaschen. Halt, was war das? Seine rechte Hand angelte einen zusammengefalteten Schein heraus, der klägliche Rest seines Vorschusses. Ausreichend jedoch, die Henkersnacht alkoholisiert und in Sünde zu verbringen. Er zog sich die wiedergefundene Unterhose an - sicher ist sicher -, schmiß sich in seine schwere Lederjacke und bot dem Abendwind die Stirn.

Das Gravitationszentrum der Stationswache bildete eine Flasche Whiskey, die, auf dem Tisch stehend, den Krankenpfleger in eine spiralförmige Umlaufbahn zwang. Der Mittelpunkt seines kontrollierten Absturzes funkte ihm kontinuierlich zu. "Maria, der grüne Engel kommt... Maria, der grüne Engel kommt..." Der Krankenpfleger schraubte die Flasche auf und nahm einen tiefen Schluck. "Uuuuuaaaaah." Er wischte sich mit dem Handrücken den Mund trocken, kratzte sich den Warzenwald auf seinem Kinn und presste die Flasche an sein Ohr. "Maria, der grüne Engel kommt... Maria, der grüne Engel kommt....", rief sie. Leiser jedoch und ein wenig freundlicher. Der Krankenpfleger lächelte zufrieden. Er verschraubte die Flasche, verwahrte sie sicher unter seinem Kittel und verließ das Stationszimmer für einen kleinen Rundgang.

"Weißt du, Caprizio ...", sagte der Pate und sein Jackett karierte sich auf verbrecherische Art und Weise. Er holte tief Luft und griff statt fis nach f, "Chopin ist für mich ganz einfach ... Zum Beispiel diese Stelle hier ...", der Pate verspielte sich mafios gleich um eine ganze Septime und das Klavier schlug verstimmt die Saite an. "Ich bin völlig unmusikalisch", entschuldigte sich der Pizzabäcker Caprizio und seine Hände zitterten leicht. "Du willst mir also erzählen, daß du zu dumm bist, die Schönheit von Chopin zu hören?

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