Schlechte Nachrichten – gute Nachrichten?

Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft

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Schlechte Nachrichten – gute Nachrichten?

Schlechte Nachrichten – gute Nachrichten?

Reinhard Baer

Aber ich musste das tun, alles andere hätte ich mir nie verziehen. Aber ich war hoffnungsfroh, rechtzeitig anzukommen, um Frederik unterstützen und meine Familie beschützen zu können. Ja, es waren schlechte Nachrichten, wenn die Menschen, die mir in Frederik am Herzen lagen, bedroht waren, aber irgendwie war es auch eine gute Nachricht, denn ich würde Linda wiedersehen und vielleicht würde der Besuch in meinem Kopf etwas geraderücken und klären.
Ich packte meine Waffen und verließ den Zug. Bruce wartete draußen auf mich. „Der Commander hat‘s mir erzählt. Komm, ich fahre dich. Ich weiß auch schon ne Stelle …“ Dankbar schaute ich den 32-Jährigen an. „Danke, Kumpel.“
Bruce holte einen Buggy aus dem Zug und ich stieg auf den hinteren Sitz. „Los geht’s.“
Auf der hinteren Ablage des Buggies war eine Handpumpe mit einem langen Schlauch festgeschnallt. Daneben stand eine Batterie. Er dachte mit! Etwa fünf Kilometer vom Zugabstellplatz stoppte Bruce das Fahrzeug direkt vor einem Autohändler. Hier war natürlich seit sechs Jahren kein Auto mehr gehandelt worden, aber eine Reihe von äußerlich unbeschädigten Autos standen noch auf dem Hof. Ich suchte mir einen japanischen Pickup aus, einen Nissan Titan, Modell 2018. Wir tauschten die Batterie und voilà, das Auto sprang ohne größeres Murren an. „Woher kommt eigentlich die Batterie?“
„Wir haben immer ein paar vollgeladene Batterien im Zug für alle Fälle, als letzte Energiereserve, falls was mit den Loks wäre.“
„Aber nach sechs Jahren … Irgendwann sind die auch mal fertig …?“ Ich klang sicher sehr skeptisch.
Bruce lachte: „Siehst du irgendeinen Markennamen darauf? Das ist tatsächlich schon das Ergebnis einer kleinen, aber feinen Akkumulatorproduktion in New Jersey. – So, und nun zu deinem Benzinproblem.“

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