Schon war der junge Graf hinter ihr, um mit langem Löffel von ihrer glitzernden Köstlichkeit zu kosten. Genüsslich fasste er die wiegende Bienenhüfte, damit er beim Naschen nicht das Gleichgewicht verlor. Unter genüsslichem Rühren fuhr der Löffel schließlich in die unergründlichen Tiefen des kribbelnden Honigtöpfchens.
Schneeflittchen begann nahezu himmlisch zu summen. Bald fand sie ihren eigenen Rhythmus, und der Bienennektar rann in Strömen. Das Bienchen stemmte sich ekstatisch in die Höhe, dass seine schweren Honigmelonen in versammeltem Schwung zu pendeln begannen. Selbst in dieser Haltung, schwangen sie noch in perfekter Form (was die Königin gefährlich neidisch machte).
Auch der Graf war ganz begeistert von diesem vollendeten Glockenspiel. Er ließ die Hände höher gleiten, bespielte die zarten, rosigen Glockenspitzen, und wühlte sich in animalischer Lust, in die fleischige Pracht. Sanft biss er dazu ihren Nacken. Und aus dem massierenden Kneten, wurde ein verspieltes Balgen.
Doch bald schon, ging dieses lustvolle Balgen wieder in ein animalisches Ringen über. Schon fand der Graf erneut das feuchte Tor zum Paradies.
Aber dann enttäuschte der Graf doch gar bitterlich. Denn als Schneeflittchen sich gerade vollkommen ergeben wollte, entglitt ihm die Sahnespritze.
So geschah es, dass nicht die Tiefen ihres Kelches eingesahnt wurden, sondern lediglich ihr zuckender Bauch, ...und der dazugehörige Nabel…
Schneeflittchen stöhnte enttäuscht...
...„Das geschieht dir nur recht“, ...lachte da die böse Königin, gar giftig in ihren Spiegel.
„Jetzt wird der alte Schlappschwanz gleich schnarchend einschlafen, ...und du kannst zusehen, wie du dein Feuer kühlst. Schließlich kenne ich meinen Gero.“
Aber zum großen Schrecken der Bösen, erwies sich das als schwerer Irrtum.
Ein kleines Weilchen nur, spielte Schneeflittchen in den aufreizendsten Posen an sich selbst herum.
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