...Du bist hier schließlich nicht irgendwo, sondern zu Gast bei deiner Königin!“ ...fauchte die Despotin mit zornesrotem Kopf.
„Nimm schon das verdammte Sudellaken, und lass es gründlich waschen“…
„Oh... dieser Gero!“...
„Danke deinem Schöpfer für die Sanftmut deiner Königin. Wäre ich heute bei Sinnen, ich würde dich dem „Hofwahrheitsfinder“ übergeben...“
Eingeklemmten Schweifes verschwand der arme Bauernriese in der dampfenden Waschküche. Es stand zu fürchten, dass er seither an ernsthaften Erektionsstörungen litt.
...Doch was scherte das schon seine Königin?
‚Wo steckte nur dieser verfluchte Gero? ...Dieser Spross aus verräterischem Natterngezücht.“ ...Oder schlimmer noch: In wem?‘
Mit ihren gefährlich hochhackigen Bettstiefeln traktierte die zornige Königin ihre frisch polierten Dielen. Dann stampfte sie schließlich zum sprechenden Schminkspiegel.
Und das muss der Neid ihr lassen; sie war verdammt prächtig beim Stöckeln anzusehen...
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat den schönsten Po im ganzen Land?“
Drall und fest, wie es nun einmal war, hob Die Herrscherin ihr knackiges Prachtstück vor das blitzende Kristallglas.
„Frau Königin, ihr habt den Schönsten hier, ...und wär ich aus Fleisch und Blut, ...ich könnt mich kaum beherrschen“...
...„doch im Wirtshaus zur Grenze, beim alten Lenze, da hab ich einen gesehen, dem könnte ich noch viel weniger widerstehen“...
„Das kann nicht sein“! ...fauchte die Königin, ...und zerzauste sich recht ungehalten die schwarzen Locken. Doch sie beruhigte sich erstaunlich schnell.
Mochte es auch eine geben, deren Podex etwas knackiger war; an ihren langen, besonders schlanken Beinen, konnte sich keine Andere messen. Denn harte Feldarbeit und derbe Kost, machten zwar nicht zwingend hässlich, sorgten im Allgemeinen aber für eher dralle Formen, die dem Proletariat vorbehalten waren.
So sprach unsere stolze Herrscherin also arrogant zum Spiegel:
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