Jolanthe klatschte Alwine noch einmal jedes Bäckchen. Sie nahm sich aber nicht gleich die Rute zur Hand, als sie das Vorwärmen beendete. Sie strich sanft über das gerötete Hinterteil ihres Schützlings.
Alwine genoss diese liebevollen Berührungen. Es war so schön, dass sie ihre Rutenstrafe fast vergaß.
Jolanthe rief sie ihr ins Gedächtnis zurück. Alwina hörte mit Schaudern, was Jolanthe zu sagen hatte:
„Du wirst jetzt mit Birkenreisern gezüchtigt, Alwine! Ich gebe dir sechs Streiche auf deinen Popo. Du hast dich sehr ungehörig verhalten. Wie kannst du diesem dreisten Bauernlümmel erlauben, deinen Hintern zu streicheln? Ich bin schon sehr neugierig, ob dir die heißen Birkenküsse ebenso munden?“
Dann ging es los – mit einem unheimlichen Pfeifen. Jolanthe bestrich sorgfältig Alwines Pobacken, besuchte jedes Fleckchen mit ihrer Rute. Die sechs Hiebe endeten mit Tränen, was die Gouvernante kaum wunderte. Jolanthe erinnerte sich an die strengen Hiebe ihrer Mama, die sie ihr wegen der Affäre mit Johann aufgebrannt hatte. War sie nicht auch jung und dumm gewesen? Jolanthe legte die Rute aus der Hand. Sie hob das wimmernde Mädchen hoch, setzte es vorsichtig auf ihren Schoß. Die tränennassen Augen berührten Jolanthe, die darin ihr jüngeres Spiegelbild entdeckte. Sie betastete die Male auf Alwines Po. Jolanthe fühlte, dass sie nicht allzu schlimm waren. Die kluge Erzieherin schlug nicht so fest wie gewöhnlich, wenn sich ein Zögling daneben benahm. Jolanthe gab Alwine einen zärtlichen Kuss. Sie schmeckte die Tränen, die ihr den Blick trübten. Jolanthe herzte das Mädel.
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