Schöne Nachbarin

35 10-16 Minuten 1 Kommentar
Schöne Nachbarin

Schöne Nachbarin

Jerome Udamo

Dem Glänzen nach zu urteilen, schien das Hemd aus Seide oder Satin zu sein. Ihre Locken verdeckten mir die Aussicht auf ihr Gesicht. Dann aber drehte sie sich um und ging zum Fenster. Ich dankte Gott und der Baubehörde für die Straßenlaterne vor dem Haus. Durch ihr Licht war es mir möglich, ihr Gesicht zu sehen. Das was ich dort sah, übertraf meine kühnsten Erwartungen, sie war einfach wunderschön. Ihre Gesichtszüge waren sehr fein und weich und ihre vollen Lippen luden geradezu zum Küssen ein. Ihr Blick ging gedankenverloren ins Leere und so stand sie eine ganze Weile einfach nur so da, ohne sich auch nur ein bisschen zu bewegen. Dann richtete sich ihr Blick aber plötzlich auf mich. Ich fühlte mich ertappt, wollte meinen Kopf schnell zurückziehen, aber dafür war es schon zu spät, sie hatte mich bereits gesehen. Ich versuchte die Situation zu retten, lächelte sie an und wartete auf ihre Reaktion. Zuerst blickte sie mich nur irritiert an, doch dann entspannten sich ihre Gesichtszüge und ein kleines, schüchternes Lächeln war zu erkennen. Dann bewegte sich ihre Hand und die Außenjalousien glitten langsam an dem Fenster herunter.

Enttäuscht aß ich den Rest meiner Pizza und widmete mich dann wieder dem Fernsehprogramm. Ich musste wohl irgendwann eingeschlafen sein, denn ich befand mich in einem wunderbaren Traum. In diesem Traum war es wieder Nacht und sie stand am Fenster. Aber diesmal war sie nicht allein, sondern ich war bei ihr. Ihr wunderschönes Gesicht blickte zu mir auf und in ihren Augen spiegelte sich eine ungeheure Sehnsucht. Meine Hände glitten durch ihre Haare und zeichneten dann die weichen Konturen ihres Gesichts nach. Ihre Lippen suchten meine Hand und küssten sie zärtlich. Ich nahm ihren Kopf zwischen meine Hände, hob ihn leicht an und näherte mich ihren wundervollen Lippen. In dem Moment, als unsere Lippen sich trafen, durchzogen Tausend Blitze meinen Körper.

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Und wie und ob sich …

schreibt michl57

… aus diesem einen Abend mehr entwickelt, das bleibt unserem Kopfkino überlassen 😀

Gedichte auf den Leib geschrieben