Schokolade

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Schokolade

Schokolade

Anita Isiris

Dafür würde er Verständnis haben.
"Rilana", begann ich, "äh - bevor Sie Ihre Arbeit bei uns aufnehmen, habe ich eine spontane Frage an Sie: Schweizer Schokolade ist auch nicht mehr, was sie mal war... und wir müssen etwas Ausgefallenes produzieren. Ich denke da an... neue, coole Formen, erotische Schokolade sozusagen." Sie sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. "Um es kurz zu machen, Rilana: Ich möchte Schokobrüste produzieren." "Häh?" krächzte sie und starrte mich an als wäre ich irr. Dann verzog sie das Gesicht und... krümmte sich vor Lachen. "Sie wollen produzieren Schokobrüste? Das nicht kann sein möglich, haha, ich glaube dass ich bin in Film." Ich gewann meine Fassung wieder. "Nein, Rilana, nicht im Film. Sie befinden sich an einem Anstellungsgespräch. Wir möchten Sie in unsere Produktionsabläufe von Anfang an mit einbeziehen und Sie als Modell einsetzen - für unser neues Produkt. Die Idee kam mir ganz spontan. Was meinen Sie?" Ich ging aufs Ganze. Rilana wurde verlegen, und das war schon mal eine ausgezeichnete Ausgangslage. Eine Viertelstunde später hatte ich sie herumgekriegt, mit freundlichen Worten und etwas Geld.
Nach Arbeitsschluss, als die Fabrik nahezu menschenleer war, machte ich mich an die Arbeit. Ich ging in unser Sanitätszimmer; dieses schien mir für meinen Zweck am geeignetsten. Dort richtete ich eine Liege so ein, dass bequem drei Leute im Raum Platz hatten. Aus der grössten Produktionshalle, wo Kirschstengel hergestellt wurden, schleppte ich einen Kanister mit Stärkemehl an. Dieses hatte lediglich einen Feuchtigkeitsgrad von 10 % und würde sich für meine Zwecke vorzüglich eignen. In einer Schale würde ich eine Zuckermasse anrühren und die Frau in eine Leckerei verwandeln. Aushärten lassen... und dann... der Schokoguss... wunderbar. Aber vor allem würde ich Rilanas Körper kennenlernen und endlich wissen, womit sich ihr Ehemann Costa Nacht für Nacht vergnügte.

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