Demzufolge sollte der Schokotropfen sich nur bedingt mit dem Kleid vereinigen. Ein gewisser Anteil des Tropfens sollte sich ergo zwischen Kleid und Haut weiter seinen Weg hinab über den atemberaubenden Körper bahnen. Ich fragte mich, ob er den kürzesten Weg einschlagen würde? Oder würde er statt dessen den von meiner Zunge präferierten Weg wählen? Einen Wirbel hinauf und auf der anderen Seite wieder hinab. Um den nächsten Wirbel rechts herum, dann einmal links, ... usw. Den Arsch würden wir sicher auf gleichem Wege hinaufsteigen wie es Hannibal bei der Überquerung der Alpen damals tat. Nur den Abstieg von diesem wundervollen Gebirge würden wir sicherlich verschieden gestalten. Er würde auf Grund seiner physischen Pflichten gegenüber der Erdanziehungskraft so indiskret sein, bei dieser ersten Niederkunft sich direkt ihrem Hintereingang zu nähern. Ein solch forsches Vorgehen könnte ich nicht gutheißen. Vielmehr würde meine Zunge meinem Hirn Anweisung geben, meinen Kopf nach rechts zu neigen, damit sie den Part zwischen Po und Oberschenkel benetzen und genießen könne. Dies hätte zur Folge, dass mein Mund im Zuge des Geschehens dann vom Hirn Anweisung bekommt, zärtlich aber bestimmt zuzubeißen. Ich weiß nicht, was in meinem Hirn in diesem Moment vorging. Fakt ist, dass meine Fantasie der Realität weichen musste. Ein Gedanke schoss mir in den Kopf und mein Gewissen. Es war wie damals in der Schule. Man träumt gerade von der Mitschülerin, die eine Reihe vor einem sitzt, und lässt seiner Fantasie freien lauf. Jedwedes Geschehen wird vom Hirn ausgeblendet und die Welt dreht sich nur noch um diese eine besondere Person. Und plötzlich blendet sich die Realität ein und erzeugt mit ihrer Anwesenheit Unbehagen. Genau so erging es mir in jenem Moment. Ich fühlte mich desavouiert. So, als ob irgendwer auf mich geschossen und mein Innerstes getroffen hätte. Ich fühlte Blicke auf meinem Körper.
Ich wurde beim Spannen erwischt.
Schokotropfen
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