Schöne blaue Donau

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Schöne blaue Donau

Schöne blaue Donau

Sven Solge

In dem Moment als der Kellner meine Bestellung aufnehmen wollte und ich zu ihm aufschaute, sah ich auf einmal wieder diese blonden Haare. Sie saß zwei Tische weiter und dieses Mal konnte ich ihr Profil sehen. Sie schien etwas älter, als ich selber zu sein und hatte für meinen Geschmack, eine zu große Nase. Was mir besonders auffiel waren ihre schmalen Lippen und ihr energisches Kinn. Irgendwie machte sich etwas Enttäuschung bei mir breit, hatte ich doch etwas anderes erwartet, als ich sie an Deck von hinten gesehen hatte.
Ich wurde in meinen Gedanken unterbrochen, als mich der Kellner wohl schon zum zweiten Mal um meine Bestellung ansprach. Ich gab meinen Menüwunsch an und bestellte für mich eine Flasche trocknen Rotwein, da ich wusste, dass der am nächsten Tag wieder auf dem Tisch stehen würde und ich so nicht immer wieder neu bestellen brauchte.
Als ich dann zurück schaute, sah ich gerade noch wie die Blondine dem Kellner ihre Bestellung aufgab und ihn dann freundlich anlächelte.
Als ich das sah, bekam ich Herzklopfen. Noch nie hatte ich so eine Veränderung bei einem Menschen beobachtet, wenn derjenige lächelt. Sie öffnete ihren Mund und zeigte schneeweiße Zähne, aber das Zusammenspiel ihrer wunderschönen, hellblauen Augen mit dem Lächeln ihres Mundes, war perfekt! Sie strahlte den Kellner mit so einer offenen Herzlichkeit an, dass ich nicht wegschauen konnte.
Erst als meine Tischnachbarn mir schon zum zweiten Mal zugeprostet hatten, löste ich meinen Blick und hob mein Glas, das der Kellner schon vollgeschenkt hatte.
Lisa schien meinem Blick zum Nachbartisch bemerkt zu haben, denn sie sagte: „Da hat aber jemand Feuer gefangen!“
Ich zuckte mit den Schultern, fühlte mich ertappt, dass es so offensichtlich gewesen war. Es war mir etwas peinlich.
Doch Lisa gab nicht so schnell auf: „Sie hat wirklich ein schönes Lächeln!“, sprach sie meine Gedanken aus.

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Dickes Lob

schreibt Alnonymus

Sven Solge, wie immer ein toller Geschichtenerzähler.

Ein Fan

schreibt Emare

Vielen Danke für die die schöne Geschichte.

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