Schöne blaue Donau

116 28-43 Minuten 2 Kommentare
Schöne blaue Donau

Schöne blaue Donau

Sven Solge

Mittlerweile zeigte der Wein seine Wirkung. Ich hatte mich etwas zum Gang gedreht, um den Musikern Beifall zu schenken, als Emely ihr Kinn auf meine rechte Schulter legte und ganz dicht an meinem Ohr flüsterte: „Ich bin nicht verheiratet und habe keinen Freund und könnte mir vorstellen, dass du den Platz einnimmst.“
Ich griff unterm Tisch nach hinten und legte meine Hand auf ihr Knie. Zärtlich streichelte ich über den Stoff ihrer Hose und deutete ihr damit mein Einverständnis an.
Es wurde ein lustiger Abend.
Als wir mit dem Bus auf der Rückfahrt waren, rückten wir noch enger zusammen. Es war mittlerweile dunkel geworden, sodass niemand sehen konnte, dass wir unsere Hände ineinander verschlungen hatten.
Ich kann nicht sagen, dass mich die Nähe dieser schönen Frau kalt ließ, zumindest deutete das mein kleiner Freund an. Mir war etwas heiß und in meiner Jeans war es verdammt eng geworden. Besonders, seitdem wir unsere Hände miteinander verwoben hatten, lag ihr Handrücken auf meiner Leiste.
Emely schien etwas müde zu sein, denn sie lehnte ihren Kopf an meine Schulter und schloss ihre Augen. Wenig später spürte ich am schwerer werden ihres Kopfes, dass sie eingeschlafen war. Es war wohl doch etwas zu viel Wein gewesen. Aber, dass sie jetzt schlief, machte mich auch irgendwie glücklich, denn es war ein Zeichen, dass sie mir vertraute.
Als der Bus vor dem Schiff hielt, weckte ich sie vorsichtig: „Hallo Emely, aufwachen wir sind da!“
Etwas erschrocken richtete sie sich auf und schaute mich mit etwas verknitterten Gesicht an: „Habe ich geschlafen?“, fragte sie entsetzt.
„Alles gut! Es war schön dich an meiner Seite zu haben!“ Dabei zog ich ihre Hand an meine Lippen und küsste ihren Handrücken.  
Sie hatte einen leicht unsicheren Gang, deshalb hakte ich sie unter und führte sie sicher über die Gangway auf unser Schiff.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6218

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Dickes Lob

schreibt Alnonymus

Sven Solge, wie immer ein toller Geschichtenerzähler.

Ein Fan

schreibt Emare

Vielen Danke für die die schöne Geschichte.

Gedichte auf den Leib geschrieben