Schreck am Morgen

Meine Traumfrau

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Schreck am Morgen

Schreck am Morgen

Alnonymus

“ stammle ich schließlich hervor, während mir zig Gedanken, oder besser gesagt Gedankenfetzen, durch den Kopf wirbeln. Das zauberhafte Wesen, das immer noch etwa eineinhalb Meter von mir entfernt steht, stemmt die Hände in die Hüften. „Na, ich dachte, du fragst nie. … Ich bin Eva, die Frau, von der du immer geträumt hast.“ erklärt sie bestimmt, als ob es die normalste Sache der Welt ist, was hier gerade passiert. „WAS bist du.“ platzt es aus mir heraus. „Nicht was, sondern wer.“ lächelt sie mich himmlisch süß an, „Ich bin die Frau, von der du immer geträumt hast.“ „So etwas kann es nicht geben.“ rede ich mehr zu mir selbst als zu ihr, „Entweder ist es ein sonderbarer Traum, in dem ich sogar weiß, dass ich träume, oder ich habe einen unentdeckten Hirntumor, der irgendwie diese Erscheinungen erzeugt, … oder vielleicht hatte ich ja einen Schlaganfall, und dämmere gerade im Koma dahin, während ich hier in dieser Traumwelt bin.“ Kopfschüttelnd versuche ich meine Gedanken in klarere Bahnen zu lenken, doch das ist zwecklos. Das Wesen, das sich Eva nennt, zieht die Stirn kraus.

„Sag mal, bist du immer so destruktiv?“ fragt sie nur, scheint aber keine Antwort zu erwarten, denn im gleichen Augenblick kommt sie auf mich zu. Nun erwache auch ich aus meiner Starre, rutsche langsam soweit hoch, dass ich mit unter den Körper gezogenen Beinen, und aufgerichtetem Oberkörper, am Kopfende meines Bettes lehne. „Darf ich?“ fragt Eva auf meine Bettkante deutend. Ich nicke nur, immer noch völlig perplex, während sie sich schon setzt. Erst jetzt wird mir bewusst, wie attraktiv diese Frau tatsächlich ist. Nein, sie ist kein Modeltyp, sondern sie hat eine natürliche Schönheit und besondere Anmut. „Du hast dir doch sehnlichst eine Partnerin gewünscht, … naja, und deine Wünsche wurden eben erhört.“ lächelt sie mich wieder an, „Und ich bin ziemlich real.“ Gleichzeitig kneift sie mir fest in meinen Unterarm.

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