Ich verlor die Orientierung und wenig später steckte ich bis an die Knie im Morast, konnte mich nicht mehr befreien. Die Tage im Kerker bei schlechter Verpflegung und der Peinigung durch den Folterknecht, hatten mich zu sehr geschwächt.
Also steckte ich fest und spürte, wie langsam die Kälte in meinen Körper zog, sich über meine Beine ausbreitete.
Die ganze Nacht über blieb ich dort, wagte es nicht mich zu bewegen, fürchtete tiefer zu versinken. Erst als der Morgen graute, suchte ich nach Hilfe, hoffte, dass meine Häscher nicht mehr in der Nähe waren. Sie hätten mich sicher erschlagen. Also rief ich, hatte wenig Hoffnung, dass ich gehört wurde. Doch wie durch ein Wunder, hörte ich gegen Mittag Stimmen, die auf mich zukamen. Wenig später konnte ich zwei junge Männer sehen, die auf mich zukamen, erschrak jedoch, als sie in meine Nähe kamen. Es waren zwei Burschen aus dem Dorf, dich mich gefunden hatten, wenn auch nicht gesucht. Sie sahen mich an und tuschelten miteinander, ohne mir zu helfen, so sehr ich auch flehte.
Stattdessen spuckten sie aus, als sie mich erkannt hatten, riefen mir zu, dass es einer Hexe wie mir recht tat, hier zu verrecken. Sie setzten sich hin und sahen mir dabei zu, wie ich ein letztes Mal verzweifelt versuchte, mich zu befreien, ohne daran zu denken, dass sie mich bei Erfolg zurück in den Sumpf gestoßen hätten.
Irgendwann gab ich auf, weinte und konnte einfach nicht mehr. Erst jetzt erhoben sie sich und einer fragte mich, ob er mich retten sollte. Natürlich griff ich nach dem Strohhalm, den er mir zuwarf und ich nickte. Er warf mir ein Seil um, dass ich um meine Hüfte knotete und sie zogen mich mit vereinten Kräften auf trockenen Boden. Hier blieb ich erschöpft liegen, bekam nur wie im Nebel mit, dass sie mich mit dem Seil fesselten, mir danach die Kleidung vom Körper rissen oder mit einem Messer zerschnitten.
Schwarz
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