Wenn doch jetzt bloss einer käme und mich nähme. Ich wäre zu allem bereit.
Ich wünsche mir brennend einen Mann, der es mir besorgt. Ich möchte endlich mein erstes Mal erleben.
Dann muss ich pinkeln. Ich schlüpfe in meine Pantoffeln, husche auf den Korridor. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Soll ich? Das Licht im Flur löscht automatisch. Ich knie mich vor Claudias Zimmertür und spähe durchs Schlüsselloch.
Im roten BH
Das Erste, was ich sehe, ist Claudias grosser, weisser Vollmondhintern. Sie liegt auf dem Rücken und hat die Beine angezogen. Neben ihr am Bettrand sitzt ein schlaksiger Typ, so an die 20 Jahre alt. Er hat eine Rasta-Frisur und sieht so aus, wie ich mir einen Nordafrikaner vorstelle. Ich war mal für kurze Zeit in Marokko, aber das ist eine andere Geschichte. Der Mann untersucht Claudias Intimregion, bedächtig, mit grosser Sorgfalt. Mit seinen langen, dunklen Spinnenfingern teilt er ihre Schamlippen. Dabei wirkt er wie ein Affe, der eine Kokosnuss auf ihre Konsistenz prüft. Der Anus meiner Kollegin scheint ihn besonders zu interessieren. Er nestelt in seiner Hosentasche und fördert eine kleine Tube zutage. Er benetzt den Mittelfinger der rechten Hand mit einer farblosen Paste und massiert Claudias Poloch.
Da vernehme ich ein Scheppern. Aus dem Teil des Zimmers, der mir durch die Schlüsselloch-Perspektive verborgen bleibt, tritt ein weiterer Mann in mein Blickfeld. Er ist gross gewachsen; seine Haut ist bronzefarben. Er ist sehr gut gebaut, und er ist splitternackt. Ist das der Typ, der Claudia gefickt hat, als ich vorhin noch in meinem Zimmer lag? Ihr "feeeeck meeeech" habe ich noch jetzt in den Ohren. Offenbar ist der Bronzemann auf eine der zahlreichen Bierdosen getreten, die, zum Teil zerbeult, am Boden liegen. Seinen Penis kann ich von der Seite nicht sehen. Offenbar ist er nicht erigiert. Mr. Cool nähert sich Claudias Bett; sie wendet ihm den Kopf zu.
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