Schwester Ju

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Schwester Ju

Schwester Ju

Anita Isiris

War ich Flittchen, Nutte, war ich die versaute Ju?

Mit einem Mal fühlte ich mich, als stünde rund um mich herum alles still. Von Ferne drangen die melancholischen Klänge einer Sitar an mein Ohr. Bernd und ich sassen allein auf der Wolldecke. Ich stand auf, wollte ein paar Schritte gehen und fühlte mich, als ginge ich auf Watte. „Ein Schluck Bier, Kleines?“ „Kleines?“ So hatte mich Bernd noch nie angesprochen. Er war mit einem Mal ein ganz anderer Mensch – weit entfernt vom seriösen, gut erzogenen Kollegen, als den ich ihn kennen gelernt hatte. Er war strunzgeil. Wieder reichte er mir die Knille. Ich sog erneut daran, gierig, wie ich mich erinnere, und nahm einen weiteren Schluck Bier. Dann sah ich das kleine grüne Zelt, das direkt neben unserer Decke stand. Bernd küsste mich auf die Augen. Was für Küsse das waren! Dazu berührte er meine Knie. Mein Kleid war hoch gerutscht, und ich wusste genau, dass Bernd mein Höschen sehen konnte. Sollte er doch! Er, und alle andern, die an uns vorbei gingen. Bernd bedeckte mein ganzes Gesicht, meinen Hals mit Küssen. Ich war viel zu schwach und vor allem zu verwirrt, um mich zu wehren. Er öffnete mein Kleid, das an der Vorderseite geknöpft war. Er öffnete es bis zum Nabel, schob den Stoff zurück… „Hey, Bernd…“, hörte ich mich sagen. „Ist doch nichts dabei, das machen hier alle so“, sagte er und schob mir erneut die Knille zwischen die Lippen. „Wenn uns jemand kennt…“

Bernd lachte wiehernd. „Wer soll uns hier schon kennen? Die Lehrerinnen-Trullas aus der Krankenhausszene? Patienten etwa?“ Bernd massierte meinen Bauch. Dann sah ich, wie eine junge Frau sich aus ihrem Batikrock schälte. In Unterwäsche stand sie da, bückte sich nach vorn, schlug ein Rad. Bernd war fasziniert. Die Sitar hallte in meinen Ohren. Die Hauptacts waren erst viel später angesagt, es dunkelte aber bereits. „Ich brauche etwas zu Essen – jetzt!“, verlangte ich.

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Gedichte auf den Leib geschrieben