Sechste Geschichte … die, in welcher ich zur Lehrmeisterin wurde

Svenjas Tagebücher

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Sechste Geschichte … die, in welcher ich zur Lehrmeisterin wurde

Sechste Geschichte … die, in welcher ich zur Lehrmeisterin wurde

Svenja Ansbach

Sven schoss ab. Vor Hitze und Feuchtigkeit und vor allem wegen der Lümmeltüte merkte ich gar nichts davon, aber sein Stöhnen sprach Bände, und Sekunden später rollte er sich zur Seite.

„Zu kurz oder?“
Immerhin …, so viel Fantasie brachte er auf!
„Ja, zu kurz“. Aber ich wollte nicht zu streng sein, und strich ihm über das Haar. „Ist normal am Anfang. Hauptsache es war schön“.
„Ja, das war es“. Er nickte zur Bekräftigung noch dabei.
„Ich gebe Dir noch einen kleinen Tipp ...“
„Ja?“ Er war ganz Ohr.
„Du bist ein junger Mann, kommst schnell wieder zu Kräften, von daher: Bei deinem nächsten Rendezvous mit einem Mädchen, bei dem Du mit ihr schlafen willst. …“
Ich machte eine Kunstpause.
„Ja?“ Er wartete darauf, dass ich weiter sprach.
Und dann sagte ich ganz trocken: „Hol Dir vorher einen runter. Dann spritzt Du nicht in den ersten 30 Sekunden“.
„Echt jetzt?“ Er schien irritiert.
„Echt jetzt!“

Ich drückte ihm einen Kuss auf die Stirn und sagte ihm. „Deine Schuld ist beglichen, aber lass zukünftig meine Schlüpfer in Ruhe und auch alle anderen hier im Haus, hörst Du? Such Dir eine Freundin! Siehst doch gar nicht so schlecht aus. Bist nur zu schüchtern“.
„Hast Du einen Freund?“, fragte er, während er den Kondom vom erschlafften Schniepi zog und verknotete.
„Denk nicht mal dran. Das war eine einmalige Freundlichkeit an Dich. Und nun solltest Du gehen. Meinen Slip darfst Du behalten. Gib gut auf ihn Acht. Ist eine kleine Überbrückungshilfe, bis Dir mal wieder eine Frau einen schenkt“.
Damit beendete ich meine kleine Episode mit dem Unterwäschefreund.
Ich habe später noch das eine oder andere Mal darüber schmunzeln müssen.


****

Beim Niederschreiben dieser vergleichsweise „unschuldigen“ Episode kam mir eine weitere in den Sinn. Auch hier spielte ein verklemmter Mann eine maßgebliche Rolle (zog ich die eigentlich magisch an?) und meine tschechische Mitstudentin Lenka.

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