Sechste Geschichte … die, in welcher ich zur Lehrmeisterin wurde

Svenjas Tagebücher

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Sechste Geschichte … die, in welcher ich zur Lehrmeisterin wurde

Sechste Geschichte … die, in welcher ich zur Lehrmeisterin wurde

Svenja Ansbach

Die war schon nicht mehr so unschuldig, also die Geschichte meine ich, aber Lenka sicher auch.

Wann war das doch gleich, …. ungefähr drei Jahre später? Meinen Koffer mit den alten Tagebüchern hatte ich längst in meinem Arbeitszimmer verstaut, damit ich nicht ständig auf den Dachboden steigen musste. Ich gab die Zahlenkombi ein und suchte nach den Tagebüchern aus meinen ersten Studentenjahren. Die Zeit war geprägt gewesen von ständiger Geldnot. Meine ohnehin nicht sehr opulenten Ersparnisse aus meiner Krankenschwesternzeit waren schnell aufgebraucht. Ich hatte halt als Krankenschwester intensiv gelebt, viel Geld in die Gastronomie und in Urlaube investiert

Ich musste meine Studentenjobs ausweiten. Eigentlich ging das aber nicht. Das Studium nahm mich viel mehr in Beschlag, als mir lieb war. Ich war keine Überfliegerin, musste mir alles hart erarbeiten. Und was brachten die schon? Kellnern für 9,- DM in der Stunde. Für Regale auffüllen gab‘s nur 7,50. Da war Nachhilfe für 12,- DM schon direkt gut bezahlt. Regelrecht Glück hatte ich, wenn ich mal einen Aushilfsjob im Krankenhaus ergatterte, das wurde ein bisschen besser bezahlt; 16,- Mark! Die Euro-Einführung 2002 machte es natürlich nicht besser. Die nun halbierten Beträge wirkten nur noch erbärmlicher.

Und dann … ja dann kam der Assistenzarzt Ralf Bremer um’s Eck. Wann war das? Ich blätterte in meinen Tagebüchern aus dieser Zeit:

„Mittwoch, 20.02.2002
Ralf (Assi im ‚Heilige Schwestern‘)
hat mich um Hilfe gebeten.
Soll morgen Abend starten.“

Ein dürftiger Eintrag! Aber kein Wunder. DAS wollte ich im Detail meinem Tagebuch damals auf keinen Fall anvertrauen!

Die Langfassung geht so:
Ich hatte ihn bei der Aushilfe im Krankenhaus kennengelernt. Da er wusste, dass ich mal zukünftige Kollegin würde, hatte er mir schnell das ‚Du‘ angeboten und nach dem er mitbekommen hatte, dass ich chronisch klamm war, kam es bald zu folgendem Gespräch:

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