Seelentröster Martin

Eine nicht alltägliche Familie - Teil 76

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Seelentröster Martin

Seelentröster Martin

Grauhaariger

„Nackt“ wie Martin gefordert hatte, traute Fatma sich nicht. Aber sie würde es durchziehen, mit ihm zu vögeln! Da war sie sich absolut sicher …
„Wollen wir nicht zuerst …?“ Fatma schaute Martin fragend an, setzte sich aber.
„Eine Butterbreze? Oder ein Brot mit Nut … (ihr wisst schon, die bekannte Nuss-Nougat-Creme)? Martins Körpersprache ließ keine Widerrede zu. Er stand auf, um seiner Haushälterin einen Kaffee vom Vollautomat zubereiten zu lassen.

„Was ist passiert?“, fragte Martin, als er mit der gefüllten Tasse zurück am Tisch war.
„Ach, Yusuf dieser …“ Die Türkin zögerte. „Aptal!“
Martin grinste ob der Bezeichnung „Trottel“ für ihren Mann. Fatma erzählte und erzählte. Tenor war Yusufs Eifersucht. Irgendeiner seiner Freunde hatte ihm den Floh ins Ohr gesetzt, dass seine schöne Frau ganz bestimmt mit diesem Firmeninhaber, also mit Martin, ein Verhältnis hätte. „Onu sikiyor, was so viel heißt wie: Der fickt sie! Das haben die ihm eingeredet!” Fatma ärgerte die Dummheit ihres Mannes. “Auf seine Freunde hört er, aber was ich sage, zählt nicht!”
„Dazu kam, dass ich vor Tagen beim Frauenarzt wegen eines Ausflusses war. „Hast Du dir das bei ihm geholt?“, war Yusufs Vorwurf.“
„Und heute Morgen ist es wieder etwas eskaliert.“, kopfschüttelnd erzählte Fatma durchaus verzweifelt und schlürfte von ihrem Kaffee. „Mein Mann hat mitbekommen, dass deine Frau heute am frühen Morgen wegfliegen würde.“
Martin lächelte gequält, konnte er sich doch lebhaft vorstellen, was in Yusuf vorging.
„Fickst Du mit ihm jetzt dann? warf mein Mann mir vor, was ich diesmal sofort mit: „Soll ich?“ quittierte.“
„Daraufhin hat er „Dann geh doch“ gesagt?“, vermutete Martin.
Fatma nickte und war den Tränen nahe. Irgendwie war sie jetzt doch erleichtert, dass Martin ihr „Angebot“ sehr galant abgelehnt hatte.
Irgendjemand läutete am Gartentürchen. „Dein Mann!“, stellte Martin beim Blick auf den Monitor fest und drückte den Türöffner.

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