Sein Bild von mir

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Chloé d'Aubigné

Ich ließ mich nach hinten sinken. Das Licht vom Fenster fiel jetzt schräg über mich, wärmte meine Haut.
Er folgte mir. Sein Körper über meinem, nicht schwer. Seine Bewegungen hatten nichts Drängendes, und gerade das machte es unmöglich, sich ihnen zu entziehen. Es war, als würde er mich lesen – und jedes Mal genau dort verweilen, wo ich am empfänglichsten war.
Meine Finger glitten über seinen Rücken, fester jetzt, weniger vorsichtig. Ich wollte ihn spüren, nicht nur gesehen werden.
Ein leises, unwillkürliches Stöhnen entwich mir, als er dann wie selbstverständlich in mich eindrang.
Er hielt kurz inne.
Nicht, um zu stoppen.
Um mich anzusehen.
Und in diesem Blick lag etwas, das mich überraschend traf – kein Triumph, keine Eile, sondern eine ruhige, fast konzentrierte Aufmerksamkeit.
„So“, sagte er leise.
Als wäre das ein Zustand gewesen, den er gesucht hatte.
Ich begann, mein Becken leicht zu bewegen, dann ein bisschen mehr. So lange, bis er begann, es mir gleichzutun. Erst mit sanften Stößen, dann immer kräftiger.
Was danach geschah, fühlte sich für mich magisch an. Die Zeit verlor ihre Bedeutung. Stattdessen waren da nur noch sein Körper und das Licht, das durch die Fenster fiel. Da waren seine Hände, die meine Hüften hielten, als müsste er sich vergewissern, dass ich nicht verschwinde. Das Licht, das unsere Körper sanfter und perfekter erscheinen ließ, als sie es waren.
Und daran, dass ich irgendwann aufhörte, darüber nachzudenken, was das hier war.
Ich war einfach darin.
Ganz.
Und ich wollte nirgendwo anders sein.
Daher kam ich auch wieder. Und obwohl wir beide wussten, dass meine Zeit in Paris begrenzt war, blieb er ein fixer Bestandteil davon. Und weil ich wusste, dass auch das mit uns begrenzt war, sah ich oft nicht so genau hin.

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