Selinas Dilemma

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Selinas Dilemma

Selinas Dilemma

Anita Isiris

Dann sah sie Lara, eng umschlungen, und der Mann, der sie an seinen Körper drückte, hatte eine Hand am Hintern ihrer Freundin und schob ihr grünes Kleid so weit hoch, bis Laras nackter Arsch zu sehen war. Daran schien sich niemand zu stören, und Laras Tänzer befummelte ungeniert deren Hintern. Natürlich ging das für Selina viel zu weit. gleichzeitig entwickelte sich in ihrem Unterleib wieder dieses kleine Feuerchen, das sie neulich unter der Dusche hatte erleben dürfen.
Selina konnte nicht anders. Sie verließ die Tanzplattform, ging zu ihrer Tasche, die sie unter einer der Linden deponiert hatte, klaubte eine Bibel hervor, kauerte sich hin und las zwei Psalme. Hinter ihr tobte das Leben, die Lust, der Sommer, die Hoffnung.
Völlig verschwitzt und keuchend stand kurz darauf Lara neben ihr.
„Wie ist es so?“, fragte sie erwartungsvoll. „Dein Kleid ist ’ne Wucht, echt jetzt.“
Im Grunde hätte Selina ihre Freundin zur Rede stellen wollen. Weil sie es zugelassen hatte, dass beim Tanzen ihr Arsch entblößt worden war. Sie wäre sich aber wie eine üble kleine Moralistin vorgekommen und ließ es bleiben.
„Komm, wir gehen nach drinnen“, lockte Lara ihre gläubige Freundin, die so gläubig nun auch nicht mehr aussah.
Auch Selina war verschwitzt, und ihr Kleid war etwas verrutscht und gab mehr von ihren Brüsten frei, als die Designerin sich das vorgestellt hatte. Sie rückte ihr Kleidchen zurecht und folgte Lara in die Villa.
In einem veritablen Saal mit drei Kronleuchtern bogen sich die Tische unter den Delikatessen durch, von ungezählten weiteren Häppchen, Bratenstücken, Maissalat, Tartare, Muschelfleisch, Austern und Kaviarschnittchen.
„Lorenas Papa ist ein erfolgreicher russischer Geschäftsmann“, sagte Laura respektvoll. „Lass es dir einfach schmecken.“

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