Das Separationsmodell

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Das Separationsmodell

Das Separationsmodell

Desdemona

Er sieht einfach umwerfend lecker aus! Ein richtiger Latin Lover eben. Und dazu dieser Body. Als ich mich auf der regennassen Straße an ihn presse, spüre ich seine Erektion.
Zum Glück biegt gerade ein Taxi um die Ecke. Forsch winke ich den Wagen heran. Nach dem Einsteigen knutschen und fummeln wir weiter. Ich zahle das Taxi, weil ich davon ausgehe, das mein Latin Lover keine Mark in der Tasche hat. Außerdem will ich ihm nicht die Initiative überlassen. Wer zum Vögeln nicht mit dem eigenen Wagen vorfährt, ist halt im Zweifelsfall auf das Taxi angewiesen. Das Vorführen meines teuren Sportwagens hätte in dem Italienischen Bauarbeiter der für 10 Mark die Stunde pinselt sicher nur Sozialneid hervorgerufen. Wer vögelt schon gern mit einer Frau, die mehr Kohle hat als man selbst. Bei diesem Gedanken hätte mein Italian Stallion womöglich keinen hoch gekriegt.
In der Wohnung angekommen, streift er als erstes sein T-Shirt ab und führt mir seinen perfekt trainierten, gebräunten Oberkörper vor. Während er im Flur die Schuhe auszieht, verstecke ich sicherheitshalber mein Portemonaise. Man kann nie wissen. Dann verschwinde ich im Bad. Giovanni meint: "Du wollen duschen." Ich murmle: "Ich habe heute schon genug geduscht" und lasse die Tür ins Schloß klappen. Was denkt der denn? Schließlich war ich mit dem festen Vorsatz losgezogen, mir für heute Nacht ein Stück Herrentorte mitzubringen, da duscht man doch vorher. Im Bad wische ich nach dem Pinkeln meine Muschi noch mal mit klarem Wasser ab. Nur für den Fall, dass es orale Spiele gibt. Die Benutzung eines Waschgels wäre zuviel gewesen. Wer leckt schon gern an einem Stück Seife.
Zurück im Schlafzimmer lege ich demonstrativ zwei Kondome bereit. Mein kleiner Römer überrascht mich mit der Bitte: "Erst wir gehen duschen. Isch will es so." Na ja, Reinlichkeit beim Verkehr kann nicht schaden. Unter wildem Knutschen taumeln wir ins Bad.

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