Sex vor dem Sturm und ein überraschender Empfang

Eine nicht alltägliche Ehe - Teil 14

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Sex vor dem Sturm und ein überraschender Empfang

Sex vor dem Sturm und ein überraschender Empfang

Grauhaariger

Für den Sonntag hatte sich Olivia in dem Kinderheim eintragen lassen als Gastbetreuerin. „Spielen, vorlesen, vielleicht auch mal Kleidung wechseln, wenn einem Kind ein Malheur passiert ist. Sie schaffen das schon!“ Frau Müller war guter Dinge. „Im Zweifelsfall ist meine Kollegin auch noch da.“
Parallel dazu wollte Martin noch einmal wegen diesem und jenem zur Villa schauen, den Grill aufräumen und die Biertischgarnituren zurückbringen.
„Wir gehen heute Abend aus und übernachten dann auch gleich in einem Münchner Hotel. Ich möchte, dass Du was Schickes anziehst. Drüber und drunter! Kuss Martin“ Diese Nachricht erreichte Olivia am frühen Sonntagnachmittag. Ihr Engagement hier im Heim würde noch bis 16:00 Uhr dauern. Sie wollte zwar danach noch ein, zwei Stunden mit Leon und Clara allein verbringen, aber in Anbetracht, dass freie Abende zukünftig rarer werden, würde sie heute ausnahmsweise Martin den Vorzug geben.
Ihr Mann war bereits zu Hause und auch schon geduscht, als Olivia so gegen 17:00 Uhr dort aufschlug. Auch ihre Frage, wohin sie denn zum Essen gehen würden, wurde von Martin beantwortet.
„Schöne Unterwäsche?“ Olivia lächelte und fragte: „Ausschließlich für Dich oder kommt da noch jemand dazu?“
Ihr Mann nahm sie in den Arm und gab ihr einen Kuss. „Wer weiß?“
Fertig geduscht, zum Baden blieb leider keine Zeit, stand Olivia geföhnt und geschminkt vor ihrem Ehemann und hielt ihm einen silbernen Analplug entgegen. „Den auch?“
Jetzt war es Martin, der Lächelte. „Gerne doch!“
Olivia trug ein schwarzes, langes Abendkleid, Rückenfrei mit Neckholder. Dazu raffinierte Pumps.
„BH ist da keiner drunter;“ stellte Martin fest. „Slip? Wenn, dann ein Ultra-Mini-String!“
Am Empfang half man Olivia aus ihrem leichten Mantel und geleitete „Herr und Frau Andersson“ zu einem der Tische im Gastraum. Martin war ganz der Gentleman und Olivia spielte ein wenig die „aparte Geschäftsführerin“.
„Es kommt niemand mehr?“ Olivia war überrascht. Sie hätte auf einen einzelnen Mann getippt oder auch auf ein gemeinsames Essen mit Patricia und ihrem Mann.
„Ich wollte mit meiner wunderhübschen Frau ein letztes gemeinsames Abendessen zu zweit genießen. Was aber nicht heißt, dass ich unseren Zuwachs nicht unwahrscheinlich gerne mag!“
Olivia bemerkte, dass ihr Mann ein wenig melancholisch wurde und fragte: „Sara?“
„Sie bekommt eine Schwester und einen Bruder,“ meinte Martin leise. Die Wut stieg in Martin wieder hoch. Die Wut auf diesen Idioten, der seiner Frau die Vorfahrt nahm und damit zwei Leben ausgelöscht hatte. „Fahrlässige Tötung sagte das Gericht.“
„Aber,“ Martin hatte sich wieder im Griff, „wir wollen heute nicht in Vergangenem stöbern.“ Er stieß mit Olivia auf ihr neues Heim und auf eine schöne gemeinsame Zukunft mit Clara und Leon an.
„Ich habe morgen noch einen Flug nach Athen und dann sind vier Wochen Urlaub angesagt!“ Für Olivias Airline kam ihr Urlaubsantrag überraschend und kurzfristig. „Aber dafür, dass Du zwei Waisenkinder aufnimmst, machen wir alles möglich!“, haben die Kollegen aus der Dispo gesagt.
„Athen?“
„Dafür habe ich mich freiwillig gemeldet,“ erklärte Liv ihrem Mann. „damit ich mein Typrating für die A320-Serie nicht verliere. Zwei Starts und Landungen habe ich ja schon mit dem Flug nach Funchal. Fehlt nur noch eine.“
Martin sah seiner Frau ganz tief in die Augen und meinte sehr nachdenklich: „Du fliegst wirklich gerne!?“
Olivia nickte. „Das ist mein Leben!“
„Wenn Du nicht gerade so einen alten Esel wie mich vögelst…“
Beide lachten. Während des Essens erzählte Liv von Nils Fauxpas am Grill und der schlagfertigen Antwort: „Oh, ich mag eigentlich alle Stellungen! Hauptsache ausgefüllt!“, die er dafür von Britta erhalten hatte.
Olivia versuchte, sich keinesfalls anmerken zu lassen, dass sie eigentlich todmüde war. Stundenlang mit den Kindern im Heim…das schlaucht!
Martins Blick auf die Uhr blieb Liv nicht verborgen. „Was er wohl noch vorhat?“ So intensiv sie auch überlegte, wer noch kommen könnte oder wohin er sie noch entführen könnte, sie fand keine Antwort.
„Vertraust Du mir?“ fragte Martin dann doch sehr direkt.
„Aber klar!“, antwortete Liv, ohne auch nur einen Wimpernschlag lang überlegen zu müssen. „voll und ganz!“
Ihr Mann reichte ihr eine Zugangskarte für ein Zimmer. „Geh schon mal hoch. Das Kleid darfst Du ausziehen, die Unterwäsche nicht! Und dann…“ Martin drückte seiner Frau ein schwarzes Tuch in die Hand, „legst Du dich aufs Bett!“
Martin ließ keine weitere Frage zu und beteuerte, nur den Trolley aus dem Auto holen zu wollen.
Im Foyer küsste sich das Paar als würden sie sich für länger trennen. Olivia konnte sich überhaupt keinen Reim darauf machen, warum sie nicht warten durfte, bis Martin vom Auto zurück war. Doch ein zweiter Mann?
Nachdenklich, mit ihrem Mantel auf dem Arm, betrat sie den Aufzug. Martin beobachtete seine Frau, bis die Türen ganz geschlossen waren.
„Dreiviertel Zehn. Martin könnte für 22:00 Uhr Jemanden eingeladen haben;“ überlegte Olivia. „Da kommt bestimmt ein zweiter Kerl mit ihm rauf!?“ Sie grübelte. „Oder Martin schickt einen anderen und kommt selbst erst viel später nach?“
„Warum macht er es so geheimnisvoll?“ Olivias Gehirn arbeitete auf Hochtouren. „Ob ich ihn kenne?“
Liv öffnete die Zimmertüre und legte ihren Mantel bedächtig in einen der Sessel. „Wie schön das jetzt wäre, einfach nur miteinander zu kuscheln und in den Armen ihres Mannes einzuschlafen…!“
Sie schlüpfte aus dem Kleid, setzte sich auf die Toilette und ließ es laufen. „Was hat der vor?“ Martins Verhalten beschäftigte Olivia. Abwischen, den extrem kleinen, aber durchaus raffinierten String wieder hochziehen, Hände waschen.
„Ob ich die Schuhe anbehalten soll?“ Sie entschied sich dafür und zog die umgeschlagene Bettdecke von ihrer Hälfte des Bettes. Ob ich den transparenten BH anziehe? Vorsichtshalber, da Martin ja Unterwäsche gefordert hatte. Den zum String passenden BH hatte sie zu Hause in ihr Handtäschchen gesteckt. Sie entschied sich dagegen. Natürlich spürte sie den Plug in ihrem Hintern. Der machte sie schon den ganzen Abend wuschig. „Das ist bestimmt das Zeichen an den zweiten Mann, diesen Eingang nicht anzurühren?“ Je länger sie im Zimmer weilte, umso mehr beschäftigte Liv, was wohl gleich passieren würde.
Das Licht im Zimmer ließ sich variationsreich und angenehm gedimmt einschalten. Olivia rückte das Kopfkissen zurecht und rutschte ein wenig hin und her bis sie vermeintlich gut und aufreizend dalag. Lächelnd band sie das Tuch über ihre Augen. „Jetzt könnte er kommen…sie spürte ihre Vorfreude anhand der Nässe zwischen ihren Beinen. Sollte sie ein wenig…?
Martins Smartphone läutete, gerade als er den Trolley aus dem Kofferraum hob. Olivier. Nein, es wäre nicht zu spät. Neben dem Anliegen seines Freundes erzählte Martin von der Entwicklung mit dem Jugendamt und wie aufgebracht Olivia die zuständige Sachbearbeiterin dort angegangen war. Auch die Hausrenovierung war kurz Thema. Es vergingen etwa zwanzig Minuten, bevor Martin das Gespräch beendete und den Weg zu ihrem Zimmer einschlug.
Ganz leise öffnete er die Türe. Mittlerweile kannte Martin seine Olivia ganz gut und hatte schon damit gerechnet, dass sie schlief. Nein, böse war er nicht. Auch für diese Powerfrau war es kein Kinderspiel, mit einer Horde Kinder einen halben Tag zu spielen und herumzutollen.
Olivias Seitenlage ermöglichte Martin den Plug aus ihrem Po problemlos herauszuziehen, ohne dass Liv aufwachte. Sie stöhnte nur kurz und nachdem er ihr die Zudecke übergelegt hatte, schlief sie tief und fest weiter. Auch die Pumps zog er vorsichtig von ihren Füßen.
Aber so ganz ohne Zärtlichkeit wollte er Liv nicht davonkommen lassen. Liegend schmiegte er seinen nackten Körper ganz dicht von hinten an den Ihren an. Olivia schreckte kurz hoch.
„Pssssss;“ flüsterte er seiner Frau zu. „es ist alles gut Liebes! Schlaf weiter!“
Nein, Martin wollte sie wirklich nicht wecken. Aber seine Lanze, hart wie Stahl, an und zwischen ihren Pobacken, sein Recht einfordernd. Das Bändchen des Strings war überhaupt kein Hindernis. Er musste ihn einfach versenken in ihrem…, in Olivias feuchtwarmen Honigdöschen. Wie beinahe immer fühlte er diese Nähe, diese Verbundenheit zu dieser Frau. Seiner Frau!
Hatte sie sich mitbewegt? Schon beim Eindringen kam sie ihm ein Stückchen entgegen, streckte ihm ihren Hintern hin, so dass er sofort innehielt, nachdem er in ihr steckte. Nein, wecken wollte er sie nicht. Das war nicht seine Absicht! Nur fühlen, spüren.
„Mach weiter…!“ Olivias Aufforderung kam so aus dem Halbschlaf. Und wieder drückte sie Ihren Po gegen seine Lenden.
Entschuldigend flüsterte Martin: „Ich wollte Dich nicht wecken…!“
„Hast Du nicht…!“
Olivia stellte sich weiterhin schlafend. Nur ab und zu entkam ihr mal ein Seufzen und Stöhnen. Martin machte ganz langsam und stellte für sich selbst fest, dass es seeeeehr nass wurde. Als er seiner Frau dies dann doch irgendwann zuflüsterte, kam sie mit einem lauten aufstöhnen.
*****
Olivia bemühte sich, ihre Morgentoilette möglichst leise zu gestalten. MakeUp runter, Zähne putzen, eine ganz kurze Dusche ohne Haarwäsche und neu schminken. Fertig. Da sie ja am Vortag bereits wusste, dass heute Morgen ein Flug nach Athen anstand, packte sie gestern Abend auch gleich ihre Uniform samt Bluse, Krawatte und den passenden Schuhen in den Trolley.
Zum Abschied weckte sie Martin dann doch auf und entschuldigte sich mit einem ganz lieben Kuss dafür, dass sie eingeschlafen war.
„Ich hoffe, es war trotzdem ein schöner Abend!“ Liv zwinkerte mit einem Auge.
„Mit Dir immer!“
Sie schworen sich ihre Liebe und Olivia strich noch einmal über die Wange ihres Mannes bevor sie das Zimmer verließ. Unten im Foyer fühlte sie sich wie eine „Bordsteinschwalbe“, die am Morgen das Hotel verlässt. Liv lachte, als sie das Taxi bestieg. Unwillkürlich musste sie an Alena denken…
Olivia und ihre Kollegin übernahmen die A320 im „Cold and dark-Zustand“; das heißt, dass die Maschine über Nacht abgestellt war und alle Systeme erst hochgefahren werden mussten.
„…und ab!“ Olivias Co im Cockpit deutete an, diesen Spruch übernehmen zu wollen. „Wehe! Mein Markenzeichen!“, mahnte Olivia an, „Das hab ich erfunden!“ Beide lachten. Nein so ernst meinte es Olivia nicht…
Auf dem Rückflug, Probleme gab es während des Hinfluges keine, richtete sich Olivia nach der obligatorischen Begrüßung heute ein zweites Mal an ihre Passagiere:
Verehrte Fluggäste; hier meldet sich noch einmal ihre Pilotin Olivia Andersson aus dem Cockpit. Wir haben jetzt unsere Reiseflughöhe erreicht und werden einen ruhigen Flug haben. An Bord ist heute Frauenpower angesagt. Neben mir sitzt, als erster Offizier, Frau Andrea Drechsler. Und unser gesamtes Flugbegleiterteam, allen voran unsere Chefstewardess Frau Cornelia Sonnleithner, besteht aus Frauen. Für mich ist dies der letzte Flug, bevor sich ein großer Traum erfüllt und mein Mann und ich zwei ganz liebenswerte Kinder im Alter von drei und fünf Jahren in unserer Familie aufnehmen dürfen. Ich habe das Geschwisterpaar auf dem Flughafen in München kennengelernt und mich sofort in sie verliebt. Ihre Mutter war Wochen zuvor verstorben und seither…“ Olivia brauchte eine kurze Pause, „Verzeihen Sie mir meine persönlichen Worte. Ich wollte Ihnen das von der Adoption einfach so erzählen und Sie an meinem persönlichen Glück ein wenig teilhaben lassen.“
Frau Sonnleithner, mit einem exzellenten Feingefühl ausgestattet, bedankte sich über die Sprechanlage ganz kurz bei ihrer Chefin an Bord und übersetzte Olivias Ansprache für alle Passagiere ins Englische.
„Du wirst Ärger bekommen,“ prognostizierte Andrea an Olivias Adresse gerichtet, „bei so viel Persönlichem!“
„Och, da müsste sich jemand die Mühe machen, etwas schreiben und an unsere Beschwerdestelle schicken.“ Olivia sah das gelassen.
In München am Terminal erwartete Olivia eine riesige Überraschung. Leon und Clara stürmten auf Liv zu, als sie mit Teilen der Crew aus dem abgesperrten Bereich herauskam.
„Neeiiinn, wo kommt ihr denn her?“ Olivia schloss beide Kinder in die Arme. „Wir haben Dich landen sehen!“, rief Clara ihrer großen Freundin zu. Martin war mit beiden erst im Besucherpark auf dem Hügel, weil sie viel zu früh dran waren.
„Schön, dass wir euch auch gleich kennenlernen!“ Frau Sonnleithner erzählte, dass Olivia allen Passagieren von den zwei tollen Kindern erzählt hatte, die jetzt zu ihrem Leben gehören.
„Duuuu,“ sprach Clara Olivia an, „wir müssen nicht mehr zurück!“
„Wirklich?“ Liv schaute kurz zu Martin. Dieser lachte und nickte.
Bei Olivia brachen alle Dämme. Sie lachte und heulte gleichzeitig. Dabei drückte sie die Kinder abwechselnd.
„Die Koffer stehen schon in unserem Zimmer bei Dir!“
Beim Hinausgehen berichtete Martin in kurzen Zügen, dass der Richter dem Antrag auf Adoptionspflege am Vormittag zugestimmt hat und er erst die Papiere und anschließend die Kinder abholen konnte. „Clara und Leon haben mit mir zusammen die Koffer gepackt, das persönliche Spielzeug in Schachteln getan und alles zu uns in die Wohnung gefahren. Und jetzt sind wir hier, Mama Olivia!“
*****
Auf der Heimfahrt gab es seitens der Kinder viel zu erzählen. Wie sie sich gefreut hatten, dass sie jetzt immer bei Olivia und Martin bleiben dürfen und über ihr neues Zimmer und wie sie vom Besucherhügel aus die Landung verfolgt hatten und, und, und!
„Du räumst doch mit uns die Sachen ein?“, wurde Liv von Clara gefragt. „Leon kann das doch noch nicht!“
Es wurde ein wahrhaft schöner erster Abend mit den beiden Kindern. Kein Streit, kein Zank! Nur Martin kam vielleicht ein wenig zu kurz, bemühte sich doch Olivia rührend um den Familienzuwachs. „Was macht ihr denn da?“ Neugierig wie Clara war, kommentierte sie einen längeren Kuss des Ehepaares, den sie sich abseits der Kinder stahlen.
„Ich küsse meinen Mann!“ Nein, man würde sich nicht verstellen nur um keine diesbezüglichen Fragen beantworten zu müssen.
Daniela wurde natürlich auch gebeten, nach oben zu kommen und sofort, wie könnte es auch anders sein, von den Kindern in Beschlag genommen. Die beiden Frauen kochten zusammen und Martin durfte sich derweilen um die Wünsche der neuen Familienmitglieder kümmern.
Während des Essens fragte Clara: „Wir gehen doch morgen schauen, ob der Stein da ist!?“ Clara hatte es nicht vergessen.
„Machen wir! Wenn ich euch aus dem Hort abgeholt habe, einverstanden?“
Das Jugendamt und Frau Müller waren übereinstimmend der Meinung, dass Leon weiterhin in der vertrauten Umgebung der Vormittagsbetreuung in der Kita verbleiben und Clara die ihr bekannte Vorschulgruppe im Hort bis zur Einschulung besuchen sollte. Liv war ganz froh darüber, dass sie diesbezüglich keine Entscheidung treffen musste und fügte sich nur zu gerne den Empfehlungen.
„So brave Kinder habe ich selten gesehen!“ Selbst Daniela hatte nur lobende Worte für die beiden Kids, als diese im Bett waren und schliefen.
*****
Am frühen Morgen des kommenden Tages kam eine WhatsApp von einer Bekannten aus der Dispositionsabteilung der Airline. „Der Chef hat deinen Urlaub genehmigt. Aber er möchte Dich sprechen! Bald!“
„Oh, schei**e;“ kommentierte Liv die Nachricht. „War ihm das doch zu kurzfristig?“
„Frau Andersson,“ begrüßte sie der Personalchef. „Sie sind ein Phänomen! Ausbildung top bestanden. Mutige Notlandung allein im Cockpit mit X Passagieren an Bord. Jüngste verantwortliche Flugkapitänin unserer Airline auf dem neuesten Langstreckenjet. Nebenbei Hochzeit und Firmenchefin.“
Olivia wollte das mit der Firmenchefin klarstellen, aber Herr Zeller ließ sie nicht zu Wort kommen.
„Dann schicken wir Sie als Ersatz nach Toulouse, um unseren neuen Flieger zu testen und zu übernehmen. Und was machen Sie? Kommen mit einer Auszeichnung vom Hersteller zurück! Sie werden als so fähig eingestuft, dass ihnen sogar eine Stelle als Testpilotin angeboten wird! Darüber hinaus sind Sie hilfsbereit und fliegen mal eben so für eine andere Fluggesellschaft nach Funchal, weil Sie,“ er betonte das Sie voller Achtung, „die Lizenz haben und dort landen dürfen! Und seit gestern werden wir bombardiert mit Mails wegen ihrer Durchsage, dass Sie zwei Kinder adoptieren.“
Olivia schaute betreten zu Boden.
„Und dann dieser Urlaubsantrag. Von heute auf morgen für vier Wochen!“ Herr Zeller machte eine kurze Pause und schaute seiner Mitarbeiterin in die Augen. Dann sprach er in sehr respektvollem Ton weiter:
„Von mir bekommen Sie alles! In gewissen Kreisen haben Sie das Image unserer Münchner Abteilung in gigantische Höhen gehoben! Man spricht mit Respekt weltweit über die ausgesprochen kompetente und sehr junge Flugkapitänin unserer Airline. Und gestern? Sie haben die Leute berührt! Und Sie bringen einen ganz persönlichen Touch, auch mit Ihrem inzwischen berühmten „…und ab!“ in unsere Flieger.“
Der Personalchef bedankte sich noch einmal, dass Olivia für diese Airline arbeitet und nicht dem Ruf des Herstellers nach Toulouse gefolgt ist. Er reichte ihr die Hand und wünschte Liv viel Vergnügen und Freude mit ihrem Familienzuwachs. „Respekt, dass Sie fremde Kinder bei sich aufnehmen und ihnen eine gute Perspektive bieten!“
„Wie viele Mails sind denn gekommen?“, fragte Olivia beim Hinausgehen.
„Bis vorhin Neun! Plus die Rückmeldung von Frau Sonnleithner, dass sich viele der Passagiere bereits im Flieger sehr positiv über ihre Mitteilung geäußert hatten.



Mit diesem Kapitel endet die zweite Staffel der Geschichte um die Pilotin Olivia Andersson. Eine dritte wird folgen. Mit dem Erhalt der Kinder bricht für diese Ehe eine neue Ära an und damit finde ich, sollte aus einer nicht alltäglichen Ehe eine nicht alltägliche Familie werden.

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