Shots II

Erinnerungen

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Shots II

Shots II

Blackbunny

Es ist schon so ewig her, dass ich dich gesehen habe. Aus dem Jahrestreffen ist ein „kein Treffen“ geworden. Inzwischen haben wir den Kontakt verloren. Es war alles gut. Ich hatte so viel zu tun. Tochter hier, Mann dort, Hobbies, Alltag, Job. Ich habe zugenommen und mich nicht mehr unter Menschen getraut. Die, die ich war, war weg und ich habe sie nicht einmal vermisst. Ja, bis zu letzter Woche. Da war sie auf einmal wieder da. Alle paar Jahre kommt sie. Wie ein Bär in mir, der Winterschlaf hält und dann plötzlich wach wird und unglaublich hungrig ist. Wieder die vertrauten Gedanken. Ich hasse mein Leben, ich hasse die, die ich geworden bin. Ich will wieder frei sein. Nicht gefangen in einem Käfig. Ich will nach dem Zwilling meiner Seele suchen. Du warst dem am nächsten. Ich denke an die Bar, damals, als ich dich kennengelernt habe. An deine Art mich zu küssen und mich zu ficken. Alles mit dir war pure Leidenschaft. Sogar wenn wir nur da lagen und Musik hörten. Mein Kopf auf deinem Oberschenkel. Dein entspannter Penis zwischen meinen Lippen. Dann denke ich, ich bin so anders geworden. Ich könnte dich heute gar nicht mehr treffen. Einfach weil ich mich geniere. Vor dir. Aber da ist dieses Ziehen in meinen Eingeweiden und diese Sehnsucht. Nach mehr. Raus. Fliehen.
In deiner Wohnung stand die Zeit still und du warst mein Zauberer.
Wir haben so viele Fehler gemacht und dennoch jeden genossen. Erinnerst du dich an den Club? Gott, der war so abgefuckt. Dunkel, schmutzig. Dennoch war es unsere Welt und du warst mein König, mein Spiegel, meine Seele. Du warst mein Verderben und ich deine Sklavin.
Du wolltest, dass ich ihn küsse. Ich sah in deine blauen Augen und mein Herz pochte bis in meinen Hals. An seinem Hals lief eine Schweißperle herunter, seinen Adamsapfel entlang konnte ich ihre Spur verfolgen bis auf seine nackte Brust. Ich war wie hypnotisiert und spürte euer beider Blicke auf mir. Gespanntes Warten auf das, was ich tun würde. Selten danach habe ich mich so mächtig gefühlt.
Meine kühlen Finger legten sich auf seine heiße Haut und meine Zunge folgte dem Weg der Perle zurück über die Kuhle zwischen seinem Schlüsselbein über seinen Hals, ich sauge kurz an seinem Adamsapfel, sein leicht kratziges Kinn zu seinem Mundwinkel. Ich leckte mich an seiner Unterlippe entlang und sah ihn an. Abwartend. Es war ein Spiel. Seine Lippen öffneten sich leicht, ein Hauch von Kippe und Minze. Meine Einladung. Ich küsste ihn hart, nicht zögerlich. Spürte deinen Blick auf uns und seine Zunge in meinem Mund. Hinter uns leises Stöhnen. What happens at the City Club, stays at City Club. In meinem Bauch entfachte sich ein Flächenbrand. Seine Hände gruben sich in meine Haare, zogen mich näher zu ihm. Ohne den dämlichen Rock wäre ich an ihm hochgeklettert. So presste ich mich an ihn, spürte seine Länge gegen meinen Bauch. Und plötzlich warst da wieder du. Es tat weh als du meinen Kopf wieder in deine Richtung zogst und dir gierig nahmst, was ohnehin dir gehörte. Mein Körper noch immer an ihn gepresst, mein Mund an deinem. Seine Hände glitten unter mein Top und fanden meine harten Brustwarzen. Mit einem kräftigen Kniff gab er mir zu verstehen ihn nicht zu vergessen. So stieß ich dich weg und mein Mund fand wieder den seinen, während du dich an meinen Rücken gepresst, deine Hände auf Wanderschaft unter dem Bund des Rocks, selbst aufgegeilt hast. Ich konnte dich spüren, deinen harten Schaft an meinem Po. Ich spürte auch ihn, deutlich, hart und warm an meinem Bauch. Es brachte mich fast um den Verstand. Deine Hände fanden meinen gut versteckten Schatz und Finger glitten tief in mich hinein. Ich keuchte in seinen Mund. „Lass dich gehen“, kitzelte deine Stimme heiser mein Ohr. Er zog mich mit sich nach hinten, auf die alte Bank die `weiß Gott´ schon erlebt und gesehen hatte. Mein Rock glitt in meine Taille. Hinter uns die Sounds von Depeche Mode. Eine eklektisch tanzende Meute. Wir, selbstsüchtig und die Welt vergessend, aufgelöst in unsere Sucht nach Mehr. Während ich auf ihm Platz nahm, waren es wieder deine Finger, die mich fanden und in mich eindrangen, während seine Lippen mich noch immer verschlangen. Meine Sinne waren betäubt und gleichzeitig hellwach. Meine Umgebung bestand nur noch aus euch beiden. Er lag fast auf der Bank, ich auf ihm, du hinter mir. Absolut schamlos fickten mich deine Finger, bis ich in einer Explosion aus Überwältigung verfloss. Ich kam und er drückte mich noch fester auf seinen Mund. So ging mein Seufzen in einem Schauer und seinem Kuss unter.
Unser Kuss wurde ein wenig flacher, ruhiger. Er küsste meinen Hals, meine Schläfe, flüsterte mir süße Nichtigkeiten ins Ohr. Die Welle verging in meinem Körper und zu spät erst hörte ich das helle Klicken deiner Gürtelschnalle. Meine Augen wurden weit, ich konnte es spüren, gleichzeitig wagte ich keine Bewegung. Ich sah in seine Augen und spürte, wie dein Gewicht sich gegen die Bank positionierte. Kein Blinzeln unterbrach den Moment als du dich in mich schobst. Aufs Höchste erregt, dein Schwanz eine Lanze die tief in mir eintreffen würde. Als hätten wir alle Zeit der Welt kamst du in mich. Er zog mich zu seinem Mund und wieder nahm er von mir Besitz, während dein Körper den meinen zerbrach. Es ging nicht mehr um mich, nur rein um dich. Deine Erregung, deine Erlösung. Tief in den Knien umfassten deine Hände meine Hüften und nutzen den Zug, um noch tiefer in mich zu gleiten. Die fremde Zunge in meinem Mund
heizte mich wieder an. Deine raue Art mich zu nehmen, ließ mir keine Zeit zu denken. Was tat ich da nur? Ein Gedanke, so flüchtig wie eine Brise im Hochsommer.
Ich wusste nicht wo hin mit mir, ich wollte alles und gleichzeitig war es zu viel.
Ich schob mich an ihm hoch, meine Hand auf der Suche nach den Knöpfen seiner Jeans.
Bitte, hör nie wieder auf dich in mir zu bewegen!
Hastig flog seine Hose auf und wie erwartet war nichts mehr zwischen uns. Seine Zunge an meinem Ohr pumpte ich ihn auf, strich die feuchte Perle auf seiner Eichel glatt. Ich kam als er in mein Ohr stöhnte. Ein tiefes Knurren voller Hunger und Sucht. Ich wusste, ich hatte ihn. Ohne darüber nachzudenken, schob ich dich weg und ihn in mich hinein. Er füllte deinen Platz aus, noch heiß von dir, glitschig, pochend.
Wieder deine Hände in meinen Haaren, in deinen Augen ein harter Blick, schoben deine Hände meinen Mund über dich, bis du tief in meiner Kehle ankamst. Unfähig euch beiden gerecht zu werden bestimmtest du das Tempo, in dem dein Schwanz meinen Mund fickte, während ich auf ihm ritt. Mein Hengst, ich seine Stute. Es war tierisch. Lustvoll. Schmutzig. Dreckig? Mein Mittelfinger an meiner Klit rieb ich mich langsam bis er mir das Zeichen gab loszulassen. Sein Erguss füllte mich und ich konnte seinen Saft tief in mir spüren, während sein Körper erschauderte. Noch einmal drang dein pulsierendes Glied tief in meinen Mund, ich gab mir Mühe den Reflex zu unterdrücken, als auch du deinen Höhepunkt auskosten konntest. Ich schluckte einmal, zweimal und noch immer war deine Spitze feucht. Meine Zunge wand sich darum wie eine Schlange um einen Baum. Ich leckte dich sauber, vollkommen befriedigt und zittrig.
Ein Blick in meine Augen. „Das hast du gut gemacht!“ und ich fühlte mich wie ein Kind, das eine 1 nach Hause brachte. Stolz. Glücklich. Deine Hose schloss sich. Für den Moment beruhigt. Er küsste meine Brust, meinen Hals. Als ich von seinem Schoß stieg schien es, als hätte jemand „Play“ gedrückt und wir waren wieder in der wirklichen Welt. Rasch zog ich mich an, plötzlich peinlich berührt.
„Lass uns tanzen gehen, sie spielen dein Lied.“

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