Was er dagegen am liebsten mit Sidney gemacht hätte, trieb ihm nicht nur die Zornesröte ins Gesicht. Liams Glied versteifte sich, als er daran dachte, wie er Sid bestrafen könnte. Liam wandte sich wieder seinen Granitsteinen zu. Die Arbeit beruhigte seine aufgewühlten Nerven, so dass er sich bis zum Feierabend einigermaßen beruhigt hatte. Die Gedanken an Sid blieben ihm.
Sidney stellte das Fahrrad in der Garage ihrer Eltern ab. Sie zupfte das leichte Sommerkleid glatt, dessen Saum eine knappe Handbreit unterhalb ihres Pos endete. Die junge Frau bemerkte das Kribbeln in ihrem Bauch. Sie erkannte Liam sofort, wie er in seinen grünen Arbeitsklamotten auf der Erde kniete. Er sah sexy aus – mit braungebrannten, muskulösen Oberarmen. Sid schämte sich ein bisschen, weil sie den Kontakt zu ihm so plötzlich abgebrochen hatte. Es geschah in den ersten Jahren auf dem Gymnasium. Sidney wurde von unzähligen Leuten eingeladen. Zu Geburtstagen, später dann auf Konzerte oder ganz einfach auf Partys. Ihre Schulkameraden hatten meist betuchte Eltern, die den Sprösslingen Segelboote oder ein eigenes Pferd spendierten. Mit Liam spielte sie damals Topfschlagen und Blinde Kuh, wenn er Geburtstag feierte. Seine alleinerziehende Mutter arbeitete hart, nachdem Liams Vater gestorben war. Sie stand als Teilzeitkraft an der Supermarktkasse, nachdem sie den Haushalt gemanagt hatte. Sidneys Eltern gehörten zur oberen Mittelschicht, die ein schönes Haus mit einem großen Garten besaßen. Sid fühlte sich mit einem Mal schlecht. Sie hatte Liam links liegen lassen, obwohl sie seine Blicke im Freibad zu deuten wusste. Liam suchte den Kontakt zu ihr, aber sie kam ihm keinen Schritt entgegen. Stattdessen brachte sie den schüchternen Jungen in Verlegenheit, wenn sie ihn mit ihren neuen Freunden umringte. Wie sollte Liam denn die Karten für das New-Pop-Festival bezahlen, das Sidneys Clique besuchen wollte?
Sidney und Liam
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