Bens Angebot, er könne Liam den Eintritt bezahlen, lehnte Liam entschieden ab. Sidney schämte sich nun für diese Aktion! Sie sehnte sich nach ihrem treuen Kindergartenkumpel, dessen Ehrlichkeit sie schmerzhaft vermisste. Liam hing ähnlichen Gedanken nach, als ihn seine Kollegen zuhause absetzten. Er stieg in Gedanken aus dem Transporter aus, während er seinen Hausschlüssel aus der Hosentasche fingerte. Zu seiner Überraschung entdeckte er ein Fahrrad, das an der Hauswand des Mehrfamilienhauses lehnte. Liam schloss die Haustüre auf. Er rannte die Treppen hinauf, bis er vor der Wohnung seiner Mutter stand. Er war nervös, als er die Türe aufsperrte. „Mama, ich bin’s!“ Liam warf seinen Rucksack in die Ecke neben der Garderobe. Eine weibliche Stimme schreckte ihn auf. „Deine Mutter wollte eine Freundin besuchen. Sie hat mich netterweise hereingelassen und gesagt, dass ich hier auf dich warten darf.“ Sid verschwieg, dass sie Liams Mutter um Hilfe bat. Sie gestand, dass sie sich bei Liam entschuldigen wollte und die Unterstützung der Mutter brauchte. Die verwitwete Frau mochte Sid und sie fand es schön, dass sie sich mit ihrem einzigen Sohn aussprechen wollte. Mit einem Lächeln verließ sie ihre eigene Wohnung, damit Sidney und Liam ungestört waren. Liams Herz raste vor Aufregung, als er das Mädchen vor sich sah. Sidneys Gesicht lächelte ihm entgegen. Sie saß am Küchentisch, vor sich ein hohes Glas, das mit Apfelsaft gefüllt war. „Du bist doch bestimmt auch durstig bei dieser Hitze!“ Er nickte. Sid reichte ihm ein volles Glas, das er in einem Zug leerte.
„Ich wundere mich, dass du zu Besuch kommst! All die Jahre hast du dich nicht blicken lassen.“ Seine Stimme konnte einen traurigen Unterton nicht kaschieren. Sid suchte seine Augen, während sie mit den passenden Worten rang. „Das stimmt, ich habe dich aus meinem Leben ausgesperrt. Ich weiß nicht einmal wieso.
Sidney und Liam
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Sidney und Liam
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