Ich war so in meine Erinnerung versunken, dass ich erst nach einer Weile registrierte, dass sie aufgehörte hatte zu spielen. Irritiert öffnete ich die Augen. Da saß sie vor mir: Mit geöffneten Beinen. Die schwarze Hose war verschwunden. Das Cello lag neben ihr auf dem Boden. Ich sah direkt auf ihren nackten Schoß. Einladend, von schwarzem Haar gerahmt, lockte er mich. "Komm zwischen meine Schenkel! Sei mein Instrument!" Ich konnte mein Glück nicht fassen, war gleichermaßen irritiert wie fasziniert. Ich sah die reine Lust in ihren Augen und den offenen Schoß, der eine einzige Einladung war. Ich kroch auf meinen Knien näher zu ihr, kniete mich zwischen die Schenkel, die sich um mich schlossen. Ich spürte die Wärme der Haut, den Druck, der mit mir spielte. Ich schloss die Augen. Sie fing an mir durch die Haare zu fahren. "So kannst du ja gar nicht alles spüren". Damit begann sie an meinem Pullover zu nesteln, ihn mir mitsamt dem T-Shirt auszuziehen. Nun spürte ich am Oberkörper diesen heißen Druck ihrer Schenkel. Fest, zupackend, kraftvoll. Meine Nase nahm plötzlich den kräftigen weiblichen Geruch wahr. Ich wusste gleich, woher er kam. Das war Lust, die mir aus ihrer Mitte in die Nase stieg. Zunächst spielte nur sie mit mir. "Sei mein Cello, du Verrückter!" Irgendwann erwachten meine Hände und Finger. Ich begann ihre Beine und Schenkel zu berühren, abzutasten, zu streicheln und zu kneten. Ihr Geruch wuchs. Die Lust in mir auch. Sie vergrub ihren Kopf in meinem Haar. Küsste mich sanft und leidenschaftlich im Gesicht, an den Ohrläppchen, in der Halsbeuge. Ihre Hände gingen auf mir spazieren. Ich auf ihr. Ich suchte und fand ihr Gesäß. Alles wollte ich entdecken und verkosten. Mit Lippen und Zunge fuhr ich ihr über die Muschi, spaltete die Lippen, versank darin, trank daraus. Mit den Wangen fuhr ich der Innenseite ihrer Schenkel entlang. Ich küsste sie und leckte daran, wollte alles ertasten. Ich begann, Laute von mir zu geben. Meine Hände wanderten unter ihr schwarzes Shirt und fanden bereite, nackte, warme Haut und Brüste, die mich willkommen hießen. Wir improvisierten unser erotisches Duo. Jeder wurde zum Instrument für den anderen. Irgendwann seufzte sie: "Komm, wir gehen dort aufs Bett". Erst jetzt sah ich, dass es mitten im Zimmer ein großes Bett gab. Wir klammerten uns aneinander. Sie zog mich hoch. Wir standen beide aneinandergepresst, umschlungen, voller Hunger auf den anderen. Wir zogen einander hastig und ungeduldig den Rest der Kleidung aus. Wir waren voll unbändiger Lust und Hunger aufeinander. Wir knabberten, leckten, züngelten, küssten, bissen einander zärtlich. Ständig wechselten Initiative und purer Genuss. So fielen wir aufs Bett und begannen mit Augen und Mund, Fingern und Lippen, Zungen und allen Gliedern miteinander zu spielen - gierig und erfüllt, in einem Rhythmus, der sich steigerte, mit Lauten von kehlig tief bis laut, schnell und kraftvoll - immer höher, atemloser, verrückt nacheinander - bis zur letzten Ekstase.
Ob Udo Lindenberg Ähnliches im Sinn hatte, als er einst sang "Sie spielte Cello"?
Sie spielte Cello
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Sie spielte Cello
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