Siebzehnte Geschichte, …. die in der ich erneut rückfällig wurde

Svenjas Tagebücher

53 10-16 Minuten 1 Kommentar
Siebzehnte Geschichte, …. die in der ich erneut rückfällig wurde

Siebzehnte Geschichte, …. die in der ich erneut rückfällig wurde

Svenja Ansbach

Die Kleine erkundigte sich mehrmals, anfangs zögerlich, danach, ob denn, nach dieser Konsultation auch wirklich keine Post oder Rechnung an ihre Anschrift kommen würde. Wäre ihr es nicht vorher schon rausgerutscht, dass sie einen ahnungslosen Freund hatte, wäre mir spätestens jetzt klargeworden, das sie liiert war. Ich konnte sie beruhigen. Falls ich helfen würde, würde ich es als Kassenleistung hindrehen und falls nicht, würden erst recht keine verräterischen Dokumente entstehen. So verkatert und leicht verstrahlt wie sie wirkte, machte sie doch irgendwie auch einen reuigen Eindruck. Sie wohnte im gleichen Stadtteil wie ich, war mir bisher aber noch nie aufgefallen. Hübsches Kind dachte ich, einen Ticken kleiner als ich und insgesamt von mädchenhafterer Statur, mehr als schulterlange schwarze, natürlich fallende glatte Haare. Die Kleidung, so ein ganz leicht angedeuteter Punkstyle im lebensfrohen Schwarz, hatte wie bereits erwähnt in dieser Nacht etwas gelitten. Sie war mindestens 10 Jahre jünger als ich, wenn nicht noch mehr. Außerdem hatte sie aktuell anscheinend ein paar Probleme mehr als ich. Aber wer war ich denn, ausgerechnet ich, den Moralapostel zu spielen? Ich gab mich mit ihren vagen Auskünften zufrieden, die sie mir gestikulierend gab, immer wieder eine widerspenstige Haarsträhne aus ihrem Gesicht streichend. Ich beschloss unkompliziert zu helfen. Irgendwie hatte ich sie, wie sie da wie ein aus dem Nest gefallener leicht zerrupfter Vogel vor mir saß, mich mit großen grünen Augen anblickend, ins Herz geschlossen. Als sie merkte, dass ich ihr wohl helfen würde, lächelte sie das erste Mal. Ich sah, dass sie oben eine niedliche Zahnlücke hatte
Wenig später verließ sie mich glücklich – mit einem Rezept. Das letzte was ich von ihr hörte, war: „Danke.“
Sie hatte sich dafür noch einmal umgedreht. In ihren Augen las ich ‚Danke, das vergesse ich dir nie!‘

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Langsam wird es spannend!

schreibt PKH

Hallo Frau Ansbach, sehr spannende Fortsetzung Ihrer Geschichte. Ich mag vor allem Ihre lockere und burschikose Sprache bei den sexuellen Begegnungen. Gruß PKH

Gedichte auf den Leib geschrieben