Siesta

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Siesta

Alina Soleil

Es ist genau diese permanente Spannung, die ich so sehr liebe. Dieses Knistern, das nie enden will. Ich will nicht satt sein. Wer satt ist, ist träge, antriebslos, appetitlos. Ich liebe den Hunger, ich will leben! Mein Fuß spielt jetzt mit deinen Eiern. Wie weich sie sind, so zart, so empfindlich, verletzlich. Und haarig. Ich muss ein wenig grinsen. Bist du schon wach oder döst du noch vor dich hin? Du atmest ruhig, kein Zeichen von Erregung bisher. Dein Penis berührt schlaff meinen Fußrücken, die Eier liegen locker in ihren Beuteln, im Nest deiner Schamhaare, die erstaunlich weich sind.

Ich kenne die sonst nur drahtig, borstig, oder stoppelig, wenn sie abrasiert wurden. Deine Haare sind aber so völlig anders, so flauschig, weich – und sie riechen auch so unglaublich gut. Ich strecke jetzt meine Hand nach dir aus, berühre deinen Arm, suche dein Handgelenk, ergreife es und führe deine Finger zu meinem Mund. Die Kuppen berühren meine Lippen. Ich öffne den Mund, dein Zeigefinger gleitet hinein, tippt an meine Zähne, streicht über meine Unterlippe, reibt sie sanft, sie ist feucht innen, wie Labien, und auch fast so empfindlich.

Ich spüre, wie langsam auch dein Penis erwacht, wie er wächst, an meinem Fußrücken, wie er größer wird, sich dann von meinem Fuß löst, weil er sich aufrichtet, aufstellt, in deinen Boxershorts. Auch deine Eier bewegen sich, als wären sie Lebewesen, dabei ist es nur die Haut am Hodensack, die sich strafft. Meine Yoni ist schon länger wach. Ich frage mich, ob sie überhaupt geschlafen hat, als ich in tiefen Träumen versunken auf mein Kopfkissen gesabbert habe. Gesabbert hat sie auch, das spüre ich ganz deutlich. Aber nicht besinnungslos im Schlaf, wie der Mensch, in dessen Mitte sie wohnt, sondern aus Vorfreude auf die nächste lustvolle Zuwendung, die sie schon herbeisehnte, kaum dass sie sich von den letzten orgastischen Zuckungen erholt hatte.

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Gedichte auf den Leib geschrieben