Dein Finger verlässt meinen Mund, streicht feucht über meine Unterlippe, dann über mein Kinn. Ich beuge den Kopf in den Nacken, lege meinen Hals frei, spüre wie dein Finger über meinen Kehlkopf fährt und weiter, zu der kleinen Mulde zwischen den Schlüsselbeinen, dann vorbei an meinen Brüsten (die rechte berührt versehentlich deinen Daumen), bis zum Solarplexus und weiter, immer weiter, vorbei am Bauchnabel bis zu der Stelle, wo normalerweise das Bündchen meines Slips ist. Die Haut ist hier glatt wie ein Kinderpopo, direkt über meinem Venushügel, wo buschiges, krauses Haar wüchse, hätte ich es nicht auf einen kleinen Landing-Strip zurückgeschnitten.
Ich nehme meinen Fuß aus deinem Schritt, widerstrebend zwar, aber mein angewinkeltes Bein blockiert deinen Arm, was meiner Yoni gar nicht gefällt. Einen Moment lang weiß ich nicht, wohin mit dem Bein, dann drehe ich mich auf den Rücken und lasse das Knie einfach angewinkelt nach außen fallen. Ich liege jetzt offen vor dir. Wie ein geöffnetes Buch. Bereit gelesen zu werden. Bereit, eine weitere lustvolle Geschichte zu teilen, mit dir, bereit, dass du in sie eintauchst, in die Geschichte, in mein Geschlecht, in mich, und mich erfüllst mit deinem Leben, mit deiner Leidenschaft, dass du mir all das gibst, was ich so sehr brauche.
Du lässt dich nicht lange bitten. Und auch deswegen liebe ich dich so sehr. Sonnenstrahlen fallen durch die Jalousien an den Fenstern und bilden leuchtende Punkte auf den terracottafarbenen Bodenfliesen, während wir es tun, während du mich nimmst, mich fickst, hart, kraftvoll, ausdauernd und zugleich so unendlich zärtlich. Bis ich vor Wonne schreie, meinen Orgasmus hinausschreie in die Welt, gemeinsam mit dir, als du in mir kommst, gemeinsam mit mir.
Von draußen weht ein Luftzug durch die offene Balkontür und bewegt die durchsichtige Gardine, die wegen der Mücken vor der Tür hängt. Die Luft streicht über meinen verschwitzten Körper, kühlt meine glühende Haut. Du liegst neben mir, immer noch außer Atem, und schaust mich mit deinen wundervollen blauen Augen an, die immer ein bisschen traurig scheinen. Aus dem Garten dringt das gedämpfte Zirpen von Zikaden, und der Springbrunnen auf der Terrasse unter unserem Balkon, der den Pool mit frischem Wasser versorgt, plätschert leise vor sich hin.
Es gibt doch etwas Schöneres als eine Siesta an einem warmen Sommertag: Wilder, heißer Sex an einem warmen Sommertag, nach einer Siesta.
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